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Anti-Rassismus-Proteste : Trump: Statuen-Stürzer sind „in gewisser Weise Terroristen“

  • Aktualisiert am

Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AFP

Amerikas Präsident will den Sturz der Statuen von umstrittenen historischen Figuren mit allen Mitteln verhindern. Er warnt: „Jede Nacht werden wir härter und härter vorgehen.“

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          Amerikas Präsident Donald Trump hat den Sturz von Statuen bei den Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt in den Vereinigten Staaten in Zusammenhang mit Terrorismus gebracht. Trump drohte Demonstranten, die versuchten, Statuen historischer Figuren in Amerika zu Fall zu bringen, am Donnerstagabend im Sender Fox News mit schwerwiegenden Konsequenzen. „Jede Nacht werden wir härter und härter vorgehen“, sagte Trump. „Und irgendwann wird es Vergeltung geben.“ Diese Demonstranten seien Vandalen und Anstifter – in Wahrheit seien sie aber „in gewisser Weise Terroristen“.

          Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd haben in den Vereinigten Staaten eine Debatte über die Erinnerungskultur des Landes angestoßen. In verschiedenen Landesteilen machten Demonstranten kurzen Prozess und brachten Statuen zu Fall, die historische Figuren darstellen, die in Verbindung mit Rassismus gebracht werden. In Washington waren Demonstranten am Montagabend bei dem Versuch gescheitert, eine Statue des siebten Präsidenten Andrew Jackson zu stürzen.

          Trump droht mit bis zu zehn Jahren Gefängnis

          Trump sagte am Donnerstag, er habe den Sturz der Jackson-Statue gestoppt. Seine Regierung hat inzwischen die Nationalgarde mobilisiert, um Denkmäler in der Hauptstadt Washington zu schützen. Die rund 400 aktivierten Mitglieder seien bislang in Bereitschaft und würden die Parkpolizei unterstützen, um „jede Verunstaltung oder Zerstörung“ zu verhindern, hatte der Sprecher der Nationalgarde in Washington, Craig Clapper, am Mittwoch auf Anfrage erklärt. Die Nationalgarde zählt zur Reserve der amerikanischen Armee.

          Trump hat in Aussicht gestellt, noch in dieser Woche eine Verfügung zu erlassen, die Denkmäler und Statuen besser schützen soll. „Ich glaube, viele der Leute, die Statuen niederreißen, haben keine Ahnung, was die Statue ist“, hatte er am Mittwoch gesagt. Am Dienstag hatte der Präsident Menschen, die Statuen stürzten, mit bis zu zehn Jahren Gefängnis gedroht.

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