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Corona-Paket aus Washington : Trump kündigt 19-Milliarden-Dollar-Hilfsprogramm für Landwirte an

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Der amerikanische Präsident Donald Trump mit seinem Landwirtschaftsminister Sony Perdue beim täglichen Corona-Pressebriefing am Freitag Abend Bild: Reuters

Die Farmer gehören zur wichtigsten Wählergruppe des amerikanischen Präsidenten. Nun will er sie mit Direktzahlungen sowie dem Aufkauf von Milch, Fleisch und anderen Agrarprodukten in der Corona-Krise unterstützen.

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          Die amerikanischen Regierung unterstützt die Landwirte in der Corona-Krise mit einem Hilfsprogramm im Umfang von 19 Milliarden Dollar (17,5 Milliarden Euro). Die Landwirte hätten durch die Pandemie „Verluste noch nie dagewesenen Ausmaßes“ erlitten, sagte Präsident Donald Trump am Freitag (Ortszeit) bei der Bekanntgabe des Pakets. Landwirte gehören zur wichtigsten Wählergruppe Trumps, der im November wiedergewählt werden will.

          Drei Milliarden Dollar des Hilfsprogramms sollten dazu eingesetzt werden, den Landwirten Milch und Feldfrüchte abzukaufen und an kommunale Wohltätigkeitsorganisationen abzugeben, die diese an Bedürftige verteilen, sagte Landwirtschaftsminister Sonny Perdue. 16 Milliarden Dollar würden direkt an Landwirte ausgezahlt. Die Mittel sind im Rahmen von früheren Hilfspaketen wegen der Corona-Krise bereits vom amerikanischen Kongress freigegeben.

          Präsident Trump hatte schon am Donnerstag neue Richtlinien vorgestellt, um die Vereinigten Staaten schrittweise auf den Weg zur Normalität zurückzuführen und die Wirtschaft graduell wieder zu öffnen. In den Vereinigten Staaten ist die Arbeitslosigkeit wegen der Corona-Krise zuletzt dramatisch angestiegen. Trump gab keinen genauen Zeitplan vor und überließ die Entscheidung den Gouverneuren der 50 Bundesstaaten.

          Trump rechnet mit bis zu 65.000 Corona-Toten in Amerika

          Trumps Plan sieht eine weitgehende Rückkehr zur Normalität in drei Schritten vor, wenn in Bundesstaaten oder Regionen des Landes bestimmte Kriterien erfüllt sind. So soll dort beispielsweise vor jeder neuen Phase die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen jeweils über einen 14-tägigen Zeitraum abgenommen haben.

          Die amerikanische Regierung rechnet jetzt nach Angaben von Präsident Donald Trump mit 60.000 bis 65.000 Toten infolge der Coronavirus-Pandemie in den Vereinigten Staaten. Die Zahl liege weit unter früheren Vorhersagen von mindestens 100.000 Toten, sagte Trump bei seiner Presseonferenz am Freitagabend. In den Vereinigten Staaten gibt es nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 36.000 Tote infolge einer Coronavirus-Infektion. Mehr als 650.000 Amerikaner wurden positiv auf das Virus getestet – mehr als in jedem anderen Land der Welt.

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