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Trump-Kommentar : Zumindest gut für die Moral

Kann es als Mini-Plebiszit gegen Trump gelten, dass in zwei amerikanischen Bundesstaaten demokratische Kandidaten die Gouverneurswahl gewonnen haben? Wohl eher nicht.

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          In zwei Bundesstaaten wurden Gouverneure gewählt, und beide Male siegten die demokratischen Kandidaten. Und schon wollen die Auguren in diesen Ergebnissen ein Miniplebiszit über die Trump-Präsidentschaft sehen und ein Vorspiel auf die Kongresswahlen 2018. Wahr ist, dass der Präsident ein Jahr nach seiner Wahl alles andere als beliebt ist, dass viele Wähler über seine Gesundheitspolitik verärgert sind, dass die Republikaner in Staaten und Wahlbezirken mit großer demographischer Heterogenität einen schweren Stand haben.

          Und richtig ist auch, dass die Demokraten dann (wieder) wettbewerbsfähig sind, wenn ihre Kandidaten nicht nur als Protagonisten von Minderheiten auftreten, sondern als Pragmatiker. Sie werden aus ihren Erfolgen so viel Honig saugen, wie es nur möglich ist; für die Moral sind sie in jedem Fall wichtig.

          Aber man sollte vielleicht doch noch nicht die große Wende und den „Sieg“ über Trumps Nationalismus ausrufen: In beiden Bundesstaaten, die jetzt Gouverneure wählten, hatte Hillary Clinton 2016 die Nase vorn. Mit anderen Worten: Es ist keine Sensation, wenn Demokraten hier siegen.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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