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Trump in Kenosha : Der ungebetene Gast und seine „Law and Order“-Show

Donald Trump im Gespräch mit dem Besitzer eines Kamera-Fachgeschäfts, das während der Proteste beschädigt wurde. Bild: AP

Donald Trump nutzt Kenosha als Bühne für seinen Wahlkampf. Die große Gegendemonstration bleibt jedoch aus. Die afroamerikanische Community veranstaltet ein Nachbarschaftsfest – mit Barbecue und Covid-Tests.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Manchmal verdichtet sich die ganze Krise eines Landes in lautem Gebrüll. Kurz vor der Kreuzung in Kenosha, an der die Sheridan Road auf die 60. Straße trifft, kommt es zur Konfrontation. Eine Gruppe linker Aktivisten steht vor einigen älteren Trump-Anhängern. Die jungen Leute, die Mehrheit von ihnen Afroamerikaner, skandieren rhythmisch: „Black lives matter“ – schwarze Leben zählen. Die Trump-Anhänger erwidern lautstark: „All lives matter“ – jedes Leben zählt.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Aus der Gruppe der Aktivisten stimmt einer an: „Not all lives matter, until black lives matter“ – bis nicht das Leben von Schwarzen zählt, zählt eben nicht jedes Leben. Das geht mehrfach hin und her. Beide Seiten schreien sich die Kehle aus dem Leib.

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