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Trumps Telefonat : Ein Abgrund tut sich auf

  • -Aktualisiert am

Ein Trump-Unterstützer wirbt in Miami für den Präsidenten – und will Hillary Clinton hinter Gittern sehen. Bild: EPA

Donald Trump glaubt offenbar, die russischen Hackerangriffe auf die Demokraten 2016 seien ein Werk ukrainischer Verbündeter Hillary Clintons gewesen. Das State Department deckt seine Versuche, das zu „beweisen“.

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          Donald Trump beteuert, sein Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten sei „perfekt“ gewesen. Doch die Juristen im Weißen Haus wussten offenbar gleich, wie viel Sprengstoff die Niederschrift barg. Zumindest legt das der Geheimdienstler nahe, der als „Whistleblower“ die Affäre ins Rollen brachte und dessen Beschwerde nun teils veröffentlicht wurde.

          Demnach versuchten Mitarbeiter des Präsidenten, auch innerhalb der Regierung zu vertuschen, dass Trump Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen nötigen wollte, die den Demokraten schaden sollten. Offenbar glaubt der Präsident nicht nur, dass Joe Biden ukrainischen Dreck an den Händen habe. Er klammert sich auch an die Verschwörungstheorie, wonach die russischen Hackerangriffe auf die Demokratische Partei 2016 ein Werk ukrainischer Verbündeter Hillary Clintons gewesen seien, um ihm eine unlautere Beziehung zum Kreml andichten zu können.

          Um das Erlogene zu „beweisen“, lässt Trump seinen Anwalt Rudy Giuliani eine Nebenaußenpolitik betreiben, die erfahrene Diplomaten erzürnt, vom State Department aber letztlich gedeckt wird. Ein Abgrund.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für Politik Online und stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten.

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