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Möglicher Interessenkonflikt : Trump verkauft all seine Aktien

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Warum hat Donald Trump seine Aktien verkauft? Bild: Reuters

Für rund 40 Millionen Dollar hat Donald Trump sein gesamtes Aktienportfolio verkauft. Unklar ist, warum der kommende amerikanische Präsident sich von seinen Papieren trennte. Aber eine Vermutung liegt nahe.

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          Der designierte amerikanische Präsident Donald Trump hat nach Informationen der „Washington Post" alle seine Unternehmensaktien bereits im Juni verkauft. Das Portfolio sei im Dezember 2015 rund 40 Millionen Dollar wert gewesen, berichtete das Blatt am Dienstag. Es bezieht sich auf eine im Mai veröffentlichte Vermögensaufstellung Trumps.

          Demnach besaß Trump Anteilsscheine an Banken, Ölkonzernen und anderen Unternehmen wie Apple und Boeing. Trumps Sprecher Jason Miller konnte dem Bericht zufolge nicht sagen, warum Trump die Aktien verkaufte und wieviel er damit erlöste.

          Es wird allerdings vermutet, Trump hätte einen Großteil des Geldes vor allem in seinen teuren Wahlkampf gesteckt, der im Juni dieses Jahres begann. „Ich war nie ein wirklich großer Investor im Aktiengeschäft“, sagt Trump im August in einem Interview mit „Fox Business“, „ich bin nur zu einem guten Zeitpunkt ausgestiegen.“ Wann genau er seine Aktien verkauft habe, sagte er in dem Gespräch allerdings nicht.

          Verschiedene Antworten auf den Interessenskonflikt

          Trump besitzt auch ein internationales Firmengeflecht und hat angekündigt, sich von diesen Unternehmen zu trennen. Einzelheiten will er noch im Dezember bekanntgeben. Hintergrund ist die Befürchtung, dass er nach seinem Amtsantritt am 20. Januar in Interessenkonflikte geraten könnte. Dies sei rechtlich zwar nicht erforderlich, allerdings wolle er sich voll und ganz auf sein Präsidentschaftsamt konzentrieren, so der 70-Jährige.

          Donald Trump hatte in der Vergangenheit verschiedene Antworten auf die Gefahr eines Interessenkonflikts gegeben. Einmal twitterte er: „Vor der Wahl war es wohl bekannt, dass ich Geschäftsinteressen überall in der Welt habe. Nur die verlogene Presse macht eine große Sache daraus!“ Im Gespräch mit der „New York Times“ sagte er dann: „Mein Unternehmen ist mir egal.“

          Potentielle Interessenkonflikte lauern derweil überall. Abgeordnete der Demokraten fürchten, Donald Trump könnte die Deutsche Bank vor hohen Bußgeldern bewahren wollen, weil sie ein wichtiger Geldgeber seines Konzerns ist. Das Justizministerium verhandelt mit Deutsche-Bank-Anwälten über die Höhe des Bußgeldes für Verfehlungen der Bank während der Subprime-Krise.

          Eine weitere Quelle für einen Interessenkonflikt könnten zudem Auseinandersetzungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern in einem Casino sein, an dem die Trump-Organisation beteiligt ist. Als Präsident ist Trump mit der Aufgabe betraut, Vakanzen im Rat für Arbeitsbeziehungen zu füllen, der mit dem Streit befasst ist. Zudem hat Trump einen Richter für das höchste Gericht zu bestellen, das möglicherweise den Fall vorgelegt bekommt.

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