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Nordkorea-Krise : Trump droht China mit Strafmaßnahmen

Xi und Trump: Partner oder Rivalen? Bild: AFP

Donald Trump droht China mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen, wenn die Öllieferungen nach Nordkorea nicht aufhören. Doch die Regierung in Peking weist die Vorwürfe zurück.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat China mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen gedroht, sollte das Land die Sanktionen gegen Nordkorea nicht konsequent durchsetzen. „Wenn sie uns nicht mit Nordkorea helfen, dann werde ich das tun, von dem ich immer gesagt habe, dass ich es tun will“, sagte Trump am Freitag in einem Interview mit der „New York Times“. Bisher habe er nichts gegen die aus amerikanischer Sicht unfairen Handelspraktiken Pekings unternommen. „Aber wenn Öl (nach Nordkorea) geht, dann bin ich nicht glücklich darüber.“ Damit bezog sich der Präsident auf einen südkoreanischen Medienbericht, wonach ein chinesisches Schiff auf hoher See Erdöl an ein nordkoreanisches Schiff übergeben haben soll. Das wäre ein Verstoß gegen eine im September verabschiedete Resolution des UN-Sicherheitsrats. Bereits am Donnerstagabend hatte Trump China auf Twitter beschuldigt, dies wissentlich zuzulassen. „Auf FRISCHER TAT ertappt – sehr enttäuscht, dass China es zulässt, dass Öl nach Nordkorea geht“, schrieb er.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Die südkoreanische Zeitung „Chosun Ilbo“ hatte am Dienstag unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter in Seoul berichtet, dass seit Oktober dreißig Fälle verzeichnet worden seien, in denen nordkoreanische Tanker auf hoher See mit Öl beliefert worden seien. Daran seien auch chinesische Schiffe beteiligt gewesen, schrieb die Zeitung. Dies ergebe sich aus amerikanischen Satellitenaufnahmen. Der Bericht ist bisher weder von der südkoreanischen noch von der amerikanischen Regierung bestätigt worden. Das chinesische Verteidigungsministerium wies ihn als falsch zurück. Zuvor hatte bereits das Außenministerium in Peking bekräftigt, dass das Land alles getan habe, um die Nordkorea-Resolutionen konsequent umzusetzen.

          Unterdessen wurde am Freitag bekannt, dass Südkorea einen unter Hongkonger Flagge fahrenden Öltanker beschlagnahmt hat, dem die gleiche Praxis vorgeworfen wird. Ungenannte Regierungsmitarbeiter in Seoul erklärten zahlreichen Medien, die „Lighthouse Winmore“ habe angegeben, ihre Fracht in Taiwan löschen zu wollen. Stattdessen habe sie das geladene Erdöl auf See an vier Schiffe abgegeben, darunter 600 Tonnen an die nordkoreanische „Sam Jong 2“. Gegen diese haben die Vereinten Nationen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag ein Zugangsverbot zu allen internationalen Häfen verhängt.

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