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Trump begnadigt Vertrauten : Ist Flynn nur der Anfang?

Ein Bild aus früheren Zeiten: Trump gemeinsam mit Flynn im Wahlkampf im September 2016 in Virginia Beach. Bild: AP

Der erste Nationale Sicherheitsberater des scheidenden Präsidenten belog einst das FBI über seine Russland-Kontakte. Nun macht ihm Trump zu Thanksgiving ein Geschenk. Was plant er noch?

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Donald Trump hat seinen ersten Nationalen Sicherheitsberater am Mittwoch kurzerhand begnadigt. Michael Flynn, der 2017 am Anfang von Trumps Präsidentschaft nicht einmal einen Monat amtierte, hatte das FBI und den Vizepräsidenten Mike Pence belogen, als es um seine russischen Kontakte ging. Trump hatte ihn daraufhin entlassen. Flynn hatte sich mit dem russischen Botschafter Sergej Kisljak getroffen; auch Trumps Berater und Schwiegersohn Jared Kushner hatte an dem Treffen teilgenommen. Flynn telefonierte zudem mehrmals mit Kisljak und log über den Inhalt ihrer Unterhaltungen. Außerdem zeigte er eine frühere Lobbyisten-Tätigkeit für die Türkei nicht an.

          Trump kündigte die Begnadigung auf Twitter an, bezeichnete sie als „große Ehre“ und wünschte Flynn und dessen Familie ein „wirklich phantastisches Thanksgiving“. Der pensionierte Drei-Sterne-General, der von 2012 bis 2014 den militärischen Nachrichtendienst DIA (Defense Intelligence Agency) geleitet hatte, war einer von Trumps treuesten Mitstreitern auf dem Weg ins Weiße Haus gewesen. So führte er auf einer Wahlkampfveranstaltung persönlich den unter Trump-Fans beliebten Sprechchor „Lock her up!“ („Sperrt sie ein!“) an, mit dem die Anhänger eine Verhaftung seiner demokratischen Mitbewerberin Hillary Clinton forderten. Trump entließ ihn zwar, soll den damaligen FBI-Direktor James Comey aber aufgefordert haben, die Untersuchung gegen Flynn fallen zu lassen. Kurz danach feuerte Trump auch Comey, der sich eigenen Angaben zufolge geweigert hatte.

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