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Transatlantische Beziehungen : Wie Berlin Biden helfen kann

  • -Aktualisiert am

Transatlantische Freunde: Kanzlerin Angela Merkel und der damalige amerikanische Vizepräsident Joe Biden 2009 bei der Münchener Sicherheitskonferenz. Bild: ddp

Amerikas neuer Präsident wird Themen verfolgen, die auch Trumps Wählern wichtig sind. Doch der Unterschied ist gewaltig: Biden will die liberale Weltordnung wiederherstellen. Deutschland kann dabei helfen. Ein Gastbeitrag

          3 Min.

          Niemand sollte sich täuschen: der neue Präsident Joseph R. Biden wird nicht als großer Restaurator eine schon untergegangen geglaubte Welt retten, in die sich dann auch Deutschland wieder hineinkuscheln kann. Selbst wenn Biden das wollte, er könnte es nicht. Denn viele jener Wählerwünsche, die Donald Trump 2016 zum Sieg verhalfen, sind in Amerika heute so stark wie damals: der Ruf nach fairem Handel; das Verlangen nach besserer Lastenteilung mit den Verbündeten, die Interventionsmüdigkeit. Das Misstrauen gegenüber China ist sogar noch gewachsen.

          Joe Biden wird also auf das Gefühl von Überdehnung Rücksicht nehmen müssen und den Prozess der Anpassung an neue Realitäten vorantreiben wollen. Er wird eher „von hinten führen“ und sich auf den strategischen Kern China konzentrieren. Er wird „weniger Europa“ organisieren, bloß nicht – wie bisher – disruptiv, erratisch und unstrategisch, sondern möglichst geplant und im atlantischen Konsens.

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