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„Swing State“ Michigan : Ein Wahlkampf voller Hass und Angst

Selbsterklärte Retter: Im April demonstrierten bewaffnete Milizionäre im Kapitol in Lansing, Michigan. Zwei von ihnen wollten die Gouverneurin entführen. Bild: Reuters

In den Umfragen im umkämpften Michigan führt Joe Biden. Die Stimmung in dem Bundesstaat ist angespannt. Dass eine Miliz plante, die Gouverneurin zu entführen, hat Spuren hinterlassen – genau wie Donald Trumps Attacken gegen die Demokratin. Ein Ortsbesuch.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Mitten in dem kleinen Park vor dem Parlamentsgebäude in Lansing hat sich eine Kirchengemeinde zum Gottesdienst versammelt. Der Pfarrer betet, Gott möge den Bürgern Michigans die Kraft geben, ihre Herausforderungen zu meistern und die Zwietracht zu überwinden. Die Gläubigen blicken stumm zu Boden. Dann stimmt der Pfarrer an: „Oh say can you see ...“ Alle singen die amerikanische Nationalhymne. In Lansing ist man noch dabei, einen Schock zu verarbeiten.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Das imposante „State Capitol“ ist zurzeit eine Baustelle. Es erhält ein neues Besucherzentrum. Bislang können die Bürger des Bundesstaates im Mittleren Westen einfach so in das Gebäude hineinspazieren. Noch nicht einmal Metalldetektoren am Eingang gibt es. Nur ein Verbot: Schilder und Transparente sind nicht gestattet. Demonstranten waren vor einigen Jahren mit Bannern auf der Besuchertribüne des Repräsentantenhauses erschienen, was bis dahin erlaubt war. Aus Sorge um die kostbaren Tapeten und Wandgemälde in dem 140 Jahre alten Gebäude wurde dann aber das Verbot erlassen.

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