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„Wall Street Journal“-Bericht : Studenten aus Europa dürfen bald wieder nach Amerika

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Der Campus der University of California (UCLA) in Los Angeles, die zu den renommiertesten Universitäten in Amerika gehört (Archivbild). Bild: AFP

Zum Wintersemester will Amerika Studenten aus Europa wieder mit einem entsprechenden Visum ins Land lassen. Das „Wall Street Journal“ verweist in seinem Bericht auf ein Schreiben des Außenministeriums.

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          Die amerikanische Regierung will Studenten aus Europa einem Medienbericht zufolge von dem seit März geltenden Einreiseverbot ausnehmen. Wie das „Wall Street Journal“ am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf ein Schreiben des Außenministeriums an den Kongress berichtete, dürfen europäische Studenten mit einem entsprechenden Visum zum Wintersemester einreisen. Auch für einige Au-pairs und Familienmitglieder von Inhabern eines amerikanischen Visums soll die Ausnahmeregelung gelten. Ein genaues Datum wurde nicht genannt.

          Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatten die Vereinigten Staaten Mitte März ihre Grenzen für Ausländer aus den 26 Schengen-Staaten geschlossen. „Die Gewährung (dieser Ausnahmeregelung) wird die wirtschaftliche Erholung von der (Pandemie) unterstützen und die Kernbereiche unserer transatlantischen Beziehungen stärken“, zitierte das Blatt einen Sprecher des Außenministeriums.

          Nach massiver Kritik hatte die amerikanische Regierung unter Präsident Donald Trump am Dienstag eine geplante Regelung zurückgenommen, mit der ausländische Studenten bei der ausschließlichen Belegung von Online-Kursen im Wintersemester zur Ausreise gezwungen werden sollten. Die Studentinnen und Studenten sollten das Land verlassen oder an Hochschulen mit persönlichen Vorlesungen wechseln - letzteres hielten Betroffene vor dem Start des Wintersemesters Anfang September für unrealistisch. Die Elite-Universitäten Harvard und MIT hatten gegen die Maßnahme geklagt. Die Einwanderungsbehörde ICE hatte die umstrittene Regelung in der vergangenen Woche angekündigt.

          Nach einer Analyse der Bildungsorganisation Nafsa tragen ausländische Studenten rund 41 Milliarden Dollar (36 Milliarden Euro) zum Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten bei, das insgesamt gut 20 Billionen Dollar umfasst. Sie helfen demnach, fast 460 000 Arbeitsplätze zu sichern. Laut dem Institut für Internationale Bildung (IIE) studierten im akademischen Jahr 2018/2019 knapp 1,1 Millionen Ausländer in den USA, darunter fast 9200 Deutsche.

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