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Trumps angebliche Affäre : „Jetzt ist alles herausgekommen, wovor ich Angst hatte“

  • -Aktualisiert am

Pornodarstellerin Stephanie Clifford alias Stormy Daniels spricht mit CBS-Moderator Anderson Cooper über ihre Affäre mit Donald Trump. Bild: Reuters

Der Versuch, Stormy Daniels zum Schweigen zu bringen, ist gescheitert. Die Pornodarstellerin spricht in einem Fernsehinterview über ihre angebliche Affäre mit Donald Trump. Davor habe sie geschwiegen, weil sie bedroht worden sei.

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          Es gab Public Viewing-Partys in Bars, „Dark and Stormy“-Cocktails inklusive – und am Ende zwar wenig Neues über die intimen Details der angeblichen Affäre von Stephanie Clifford, die in der Pornobranche unter dem Namen Stormy Daniels bekannt ist, und Donald Trump, dafür aber einen neuen Vorwurf. Clifford sprach in der CBS-Sendung „60 Minutes“ mit dem Journalisten Anderson Cooper.

          Das Gespräch drehte sich weniger um die sexuelle Begegnung mit Donald Trump als um die späteren Versuche, die Pornodarstellerin zum Schweigen zu bringen. Clifford sagte, sie sei nach dem Ende der Affäre bedroht worden und habe sich auch Sorgen um die Sicherheit ihrer Tochter gemacht. Deswegen habe sie 2016 letztlich 130.000 Dollar Schweigegeld akzeptiert und die Affäre mit Trump öffentlich geleugnet. Ein Mann habe sie bereits im Jahr 2011 auf einem Parkplatz in Las Vegas bedroht: Wenn sie rede, könne ihr etwas passieren. Cliffords Tochter sei dabei gewesen. „Ein hübsches Mädchen, es wäre schade, wenn seiner Mutter etwas passieren würde,“ soll der Mann gesagt haben.

          Sie sei nicht zur Polizei gegangen, weil sie Angst gehabt habe. Aus dem selben Grund habe sie die Affäre später auch abgestritten. Dann, als Trump die Nominierung der Republikaner in der Tasche hatte, habe Michael Cohen ihr die 130.000 Dollar angeboten. Sie habe akzeptiert, weil sie noch immer Angst gehabt habe. Cohen dagegen hat mehrfach geleugnet, dass er oder das Trump-Team irgendetwas mit mutmaßlichen Drohungen zu tun hatten.

          Im Vorfeld des Interviews gab es Kritik an Clifford: Sie wolle nur Geld, hieß es immer wieder, und das habe sie auch von Trump durch die Affäre gewollt. „Wer würde nicht die Gelegenheit nutzen, um mehr Geld zu machen und bessere Angebote zu bekommen?“ fragte Clifford. Das Interview garantiere ihr keinerlei Vorteile – im Gegenteil, jetzt habe sie genau die Art von Aufmerksamkeit, die sie durch ihr Schweigen jahrelang habe vermeiden wollen. „Jetzt ist alles herausgekommen, wovor ich damals Angst hatte – und ich habe keine Million Dollar. Sie haben mir heute nicht mal Frühstück ausgegeben“, sagte sie zu Moderator Anderson Cooper.

          War das Schweigegeld eine illegale Wahlkampfspende?

          Laut Clifford hatten sie und Donald Trump nur einmal Sex. Er wollte ihr demnach auch einen Auftritt bei seiner Show „Celebrity Apprentice“ besorgen, daraus wurde jedoch nichts. Der Kontakt brach ab. Clifford verkaufte ihre Geschichte lange vor Trumps Wahlkampf an die Zeitschrift „In Touch“. Seine Anwälte kündigten dem Verlag juristische Schritte an, die Drohung auf dem Parkplatz in Vegas soll danach gekommen sein. Letztlich wurde das Interview mit dem Boulevard-Magazin erst in diesem Jahr veröffentlicht.

          Dass sie während des Wahlkampfes dann das Schweigegeld annahm, hätte eine Sache zwischen ihr und dem späteren Präsidenten sein können. Doch nicht der zahlte die 130.000 Dollar, sondern sein Anwalt Michael Cohen. Kritiker sagen nun: Das war wegen der unmittelbaren Nähe zum Wahlkampf eine unerlaubte Spende, denn Einzelpersonen dürfen nur eine bestimmte Summe für Wahlkampagnen geben. Und das Schweigegeld habe einen klaren Zusammenhang mit der Wahl. Cohen behauptet, dass es sein persönlicher Freundschaftsdienst für Trump gewesen sei, der nichts mit der Kampagne zu tun gehabt hatte.

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