https://www.faz.net/aktuell/politik/von-trump-zu-biden/senatorin-elizabeth-warren-fordert-wettschulden-von-donald-trump-15840225.html

Eine Million für Ureinwohner : Senatorin fordert Wettschulden von Trump

  • Aktualisiert am

Wettschulden sind Ehrenschulden, denkt sich die Senatorin Elizabeth Warren. Bild: AFP

Die Senatorin Elizabeth Warren stammt von amerikanischen Ureinwohnern ab. Das wollte Präsident Trump nicht glauben – und wettete dagegen. Ein DNA-Test beweist laut Warren nun, dass er Unrecht hatte.

          1 Min.

          Die amerikanische Senatorin Elizabeth Warren fordert von Präsident Donald Trump Wettschulden in Höhe von einer Million Dollar ein. Hintergrund sind spöttische Aussagen Trumps, der Angaben Warrens anzweifelte, wonach unter ihren Vorfahren amerikanische Ureinwohner sind. Die Senatorin legte am Montag das Ergebnis eines vom „Boston Globe“ veröffentlichten DNA-Tests vor, wonach es „überzeugende Beweise“ dafür gibt, dass einer ihrer Vorfahren vor sechs bis zehn Generationen ein amerikanischer Ureinwohner war.

          Trump hatte bei einem Auftritt im Juli gespottet, sollte Warren 2020 für die oppositionellen Demokraten als Präsidentschaftskandidatin antreten, werde er sie zu einem DNA-Test auffordern. Er werde ihr dann sagen: „Ich werde Ihnen eine Million Dollar für ihre bevorzugte Wohltätigkeitsorganisation geben, bezahlt von Trump, wenn Sie den Test machen und er zeigt, dass Sie eine Indianerin sind.“ Die Aussagen des Präsidenten sind auf Video dokumentiert.

          „Erinnerungsprobleme“ bei Trump?

          Warren forderte Trump am Montag dazu auf, einen Scheck über diese Summe an das „National Indigenous Women’s Resource Center“ (NIWRC) zu schicken. Die Organisation setzt sich für den Schutz amerikanischer Ureinwohnerinnen und deren Kinder ein.

          Trump dementierte am Montag allerdings, dass er eine solche Wette angeboten hat. „Ich habe das nicht gesagt“, antwortete er auf die entsprechende Frage eines Reporters. Zum Ergebnis des DNA-Tests meinte er: „Wen kümmert das?“ Warren fragte Trump auf Twitter, ob er unter „Erinnerungsproblemen“ leide. „Sollten wir einen Arzt rufen?“, spottete die Senatorin aus dem Bundesstaat Massachusetts. Sie forderte Trump dazu auf, nun seine Steuererklärungen zu veröffentlichen, was der Präsident verweigert.

          Trump hat Warren wiederholt als „Pocahontas“ verspottet, eine berühmte Ureinwohnerin au dem 17. Jahrhundert. Warren tritt bei den Zwischenwahlen am 6. November wieder für ihren Senatssitz in Massachusetts an. Sie gilt als Favoritin.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Energiepolitik der EU darf nicht unter dem „Diktat Deutschlands“ umgesetzt werden: der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki 10:48

          F.A.Z. Frühdenker : EU-Staaten ringen um Gaspreisdeckel

          Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich zum informellen Gipfel in Prag, Putin empfängt zum Geburtstag in Sankt Petersburg und der Friedensnobelpreis wird vergeben. Der Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.