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Republikaner in Umfrage : Trump sollte Medien sperren dürfen

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CNN-Reporter Jim Acosta forderte die Pressesprecherin des Weißen Hauses zu einer Stellungnahme gegen den Präsidenten auf – ohne Erfolg. Bild: Reuters

Trumps feindselige Aussagen gegenüber den Medien scheinen zu fruchten – nicht nur bei Republikanern. Auch Anhänger anderer Parteien würden dem Präsidenten mehr Macht gegen Medien geben, die sich „schlecht verhalten“.

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          Die Freiheit der Presse stellt einen bedeutsamen Wert in vielen Demokratien dar, so auch in Amerika. Durch den ersten Zusatzartikel der Verfassung ist sie geschützt – eigentlich. Denn offenbar wünschen sich 43 Prozent der Republikaner, dass der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, befugt sein solle, mediale Inhalte zu sperren. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Ipsos für die amerikanische Website „The Daily Beast“ hervor.

          Es wurden 323 Demokraten, 363 Republikaner und 207 Unabhängige gefragt, wie sie zur Presse stehen. Die Umfrage zeigt, dass das Vertrauen in die amerikanischen Medien massiv gesunken ist. 79 Prozent der Republikaner geben sich überzeugt, dass die Massenmedien den Präsidenten unfair behandeln und zu negativ berichten. Fast die Hälfte der befragten Republikaner empfindet die Nachrichtenmedien als „Feind des amerikanischen Volkes“. Als nach der Sperrung spezifischer Medien wie CNN, „Washington Post“ oder der „New York Times“ gefragt wurde, stimmten nahezu ein Viertel der Republikaner, 23 Prozent, zu.

          Pressfreiheit essenziell für amerikanische Demokratie

          Doch auch einige Demokraten und Unabhängige möchten Trump mit mehr Macht ausstatten: 12 Prozent der Demokraten und 21 Prozent der Unabhängigen stimmen zu, dass der Präsident die Autorität besitzen sollte, Inhalte von Medien zu blockieren, die sich „schlecht verhalten“.

          Donald Trump ist dafür bekannt, deutliche Worte für Medien zu finden, die seiner Meinung nach unfair berichten. Auf Twitter lässt er sich regelmäßig über „Fake News“ aus, die verbreitet würden, um ihm zu schaden. Tochter Ivanka Trump erklärte kürzlich, die Presse nicht als „Feind“ des Volkes zu sehen und wie wichtig sie für die Informationsverbreitung für die Bevölkerung seien.

          Auch in der Befragung sind ein Großteil der Teilnehmer nicht grundsätzliche gegen die freie Presse. 57 Prozent der Befragten denken, dass Nachrichten und Reporter „notwendig sind, damit die Trump-Administration ehrlich bleibt“. 46 Prozent gestehen den Medien immerhin zu, ihr bestes zu tun, um „Fake News“ zu vermeiden, 35 Prozent sehen das anders. Vergessen haben die meisten Amerikaner in der Umfrage den ersten Zusatzartikel zur Verfassung offenbar auch noch nicht: 85 Prozent glauben, dass die Pressefreiheit essentiell für die amerikanische Demokratie ist.

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