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Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung Bild: AP

Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          In den Anhörungen der inzwischen bestätigten Verfassungsrichterin Amy Coney Barrett im Rechtsausschuss des amerikanischen Senats kam es zu einer Szene, die angesichts der politischen Polarisierung unerwartet war: Der republikanische Ausschussvorsitzende Lindsey Graham stimmte einmal der Minderheitspartei zu. Als der Demokrat Sheldon Whitehouse hervorhob, welches Unheil der Supreme Court vor zehn Jahren mit seiner Entscheidung über das Land gebracht habe, einer indirekten Wahlkampffinanzierung alle Schleusen zu öffnen, äußerte Graham: Wenn es um die Regulierung der Geldströme gehe, komme man sich näher. Der Senator aus South Carolina muss nämlich gerade um seine Wiederwahl kämpfen – gegen einen Kandidaten mit einem üppigen Budget. Das sind Republikaner im Süden nicht gewohnt.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Graham hat sich seit 2016 vom vehementen Gegner Donald Trumps zu seinem nahezu bedingungslosen Unterstützer gewandelt. Nun wird er von den schlechten Umfragewerten Trumps nach unten gezogen. Graham wird herausgefordert von dem jungen Afroamerikaner Jaime Harrison, der im dritten Quartal 57 Millionen Dollar Spenden erhielt – eine Rekordsumme für ein Senatsrennen. Die Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Graham steht damit sogar schlechter da als Trump, den Demoskopen in South Carolina sechs bis acht Prozentpunkte vor Joe Biden sehen.

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