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Trump in Texas : Im Wahlkampf für „Lügen-Ted“

  • -Aktualisiert am

Zwei alte Rivalen: Präsident Trump und Senator Cruz begrüßen sich in Houston. Bild: UPI/laif

In Texas erschien eine Auferstehung der Demokraten möglich. Zwei Wochen vor den Kongresswahlen kommt Donald Trump Ted Cruz jedoch zu Hilfe. Dabei waren sie lange bittere Rivalen.

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          Die beiden Männer stehen nun schon einige Sekunden dicht beieinander, drücken sich die Hand und legen die jeweils andere auf die Schulter ihres Gegenübers. Donald Trump und Ted Cruz lächeln sich an und wechseln ein paar Worte, die für das Publikum nicht zu verstehen sind. Immer noch halten sie einander fest, als wüssten sie selbst nicht, wie sie aus der Lage wieder herauskommen können. Cruz, der zuvor zum Publikum gesprochen hat, muss nun irgendwie der Abgang von der Bühne gelingen. Das Publikum will endlich den amerikanischen Präsidenten hören. Und tatsächlich: Es kommt jetzt zu so etwas Ähnlichem wie einer Umarmung. Ganz kurz nur und auch mehr symbolisch. Dann tritt der Senator aus Texas ab.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die Menge in der Arena in Houston ist zu diesem Zeitpunkt längst im Rausch. Dafür gesorgt haben ein Gebet, in dem vor den Gefahren des Sozialismus gewarnt wurde, die Hymne und der Fahneneid, aber auch Showeinlagen von Eric und Laura Trump sowie nicht enden wollende „USA, USA“-Schlachtrufe. Alle johlen und schwenken ihre roten Trump-Hüte. Dass die Umarmung dieser beiden Männer, die einst bittere Rivalen waren, und dann, nach Trumps Wahl zum Präsidenten, eine Art Pakt zum gegenseitigen Nutzen geschlossen hatten, für den zur Wiederwahl stehenden Senator durchaus peinlich ist, spielt am Montagabend keine Rolle.

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