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Reaktionen auf Wahlergebnis : Glückwünsche und Mahnungen

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Glückwünsche nach dem Wahlsieg: Michelle und Barack Obama am Mittwochmorgen in Chicago Bild: AFP

„Herzliche Glückwünsche an meinen Freund Barack Obama“: So twitterte der britische Premierminister Cameron als einer der ersten Gratulanten an Obama. Bundeskanzlerin Merkel lud Obama nach Deutschland ein. Verhaltener fielen die Reaktionen in China, Russland und Israel aus.

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          Aus aller Welt sind am Mittwochmorgen Glückwünsche an den wiedergewählten Präsidenten Obama in Washington eingetroffen. Als einer der ersten gratulierte der britische Premierminister David Cameron: „Herzliche Glückwünsche an meinen Freund Barack Obama“, twitterte er, und fuhr fort: „Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.“ EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso twitterte fast gleichlautend: „Herzlichen Glückwunsch, ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und auf noch engere Beziehungen.“

          Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen gratulierte Obama mit den Worten, die Verbindung zwischen Europa und Nordamerika bleibe so stark und wichtig für Frieden und Sicherheit wie immer. „Präsident Obama hat außerordentliche Führungskraft bei der Aufrechterhaltung dieser wichtigen Verbindung gezeigt“, teilte Rasmussen in Brüssel mit. Er freue sich auf eine weitere enge Zusammenarbeit, damit die Nato in einer sich schnell verändernden Welt ein effektives Bündnis „gegen neue Bedrohungen, mit neuen Fähigkeiten und einem noch stärkeren Netzwerk von Partnern in der ganzen Welt“ bleibe. Nicht besonders herzlichen fielen hingegen die israelischen Glückwünsche aus.

          Merkel gratuliert Obama : „Freunde und Verbündete“

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte Obama „sehr herzlich“ und äußerte zugleich ihre Hoffnung und Freude auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. „Ich freue mich darauf, dies fortsetzen zu können, damit unsere beiden Länder auch weiterhin Seite an Seite die wichtigen außenpolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir als Freunde und Verbündete stehen, gemeinsam meistern können“, sagte die Bundeskanzlerin in Berlin. Für die zweite Amtszeit wünschte sie dem alten wie neuen amerikanischen Präsidenten „weiterhin viel Kraft und Erfolg“. Frau Merkel lud Obama zu einem raschen Besuch in Deutschland ein. „Es wäre mir eine Freude, Sie bald wieder als meinen Gast in Deutschland begrüßen zu dürfen.“

          Außenminister Guido Westerwelle (FDP) verband seine Glückwünsche mit mahnenden Worten: Er rechne nach dem Wahlsieg Obamas damit, dass die Vereinigten Staaten sich nun verstärkt um eine Sanierung ihres Haushaltes bemühen würden. „Schuldenfinanzierte Politik ist an ihr Ende gekommen“, das wisse man auch in den Vereinigten Staaten, sagte Westerwelle in der ARD. Im Wahlkampf sei das Thema kontrovers diskutiert worden, nun jedoch müssten beide Seiten zusammenfinden. Daher erwarte er, dass Amerika vom nächsten Jahr an auf Haushaltsdisziplin setzen und gleichzeitig Wachstumsimpulse schaffen würden. Zugleich erneuerte Westerwelle seinen Vorschlag einer Freihandelszone zwischen den Vereinigten Staaten und Europa.

          Gauck: Partner gleicher Werte

          Bundespräsident Joachim Gauck versicherte Obama der engen Freundschaft Deutschlands. „Als Partner gleicher Werte und Überzeugungen tragen wir gemeinsam Verantwortung in
          unserer einen Welt, auch über die Grenzen unserer Länder hinaus“, schrieb Gauck am Mittwochmorgen an Obama. „Wir sind gefordert, die globalen Herausforderungen und Bedrohungen für Freiheit, Frieden, Wohlstand und unsere Umwelt anzunehmen. Dazu wird Deutschland an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika auch weiterhin verlässlich seinen Beitrag leisten.“

          Der französische Präsident François Hollande begrüßte die Wiederwahl Obamas als „wichtigen Augenblick für die Vereinigten  Staaten, aber auch für die Welt“. „Ich sende Ihnen im Namen aller Franzosen und in meinem eigenen Namen meinen herzlichsten Glückwünsche“, schrieb Hollande am Mittwochmorgen laut dem Präsidialamt an Obama. Die Wahl sei eine Entscheidung für ein „offenes, solidarisches und international stark engagiertes Amerika“. Während der zweiten Amtszeit Obamas werde es gelingen, gemeinsam das Wachstum anzukurbeln, gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen und Antworten auf die Krise insbesondere im Nahen Osten zu finden, ergänzte Hollande.

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