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Jury im Fall George Floyd : Voreingenommene Geschworene?

  • -Aktualisiert am

Demonstration am ersten Prozesstag in Minneapolis Bild: EPA

Im Prozess um den Tod von George Floyd hat das Gericht damit begonnen, die Geschworenen zu bestimmen. Das Verfahren der Juryauswahl wird von Bürgerrechtlern immer wieder kritisiert – und Studien geben ihnen recht.

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          George Floyds Schwester Bridgett war aus North Carolina nach Minneapolis gekommen, um bei der Geschworenenauswahl im Prozess gegen den ehemaligen Polizisten Derek Chauvin dabei zu sein. Sie sei froh, dass das Warten für ihre Familie nun ein Ende habe, und sie hoffe, dass im Prozess die Gerechtigkeit siegen werde, sagte Floyd gegenüber Journalisten und Demonstranten. Ende Mai vergangenen Jahres hatte der Tod ihres Bruders die bis dato wohl größte Protestwelle in den Vereinigten Staaten ausgelöst. Ein Video zeigte, wie Chauvin neun Minuten lang auf Floyds Hals und Nacken kniete und ihm die Luft abdrückte, bis der 46 Jahre alte Afroamerikaner starb.

          Die Non-Profit-Organisation Kaiser Family Foundation schätzte, dass allein im vergangenen Juni innerhalb einer Woche 26 Millionen Menschen in Amerika gegen Rassismus demonstrierten – die weitaus meisten taten das friedlich. Der Polizist Chauvin ist nun wegen Mordes zweiten Grades angeklagt, einer absichtlichen Toetung ohne Vorplanung. Im Fall einer Verurteilung drohen Chauvin bis zu vierzig Jahre Gefängnis. Er muss sich zudem auch wegen Tötung ohne Vorsatz („Manslaughter”) verantworten, was mit zusätzlich zehn Jahren Haft bestraft werden könnte.

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