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Wahl in Amerika : QAnon-Anhängerin zieht in Repräsentantenhaus ein

  • Aktualisiert am

Hat Grund zur Freude: Marjorie Taylor Greene bei einer Veranstaltung am 16. Oktober Bild: EPA

Marjorie Taylor Greene gilt als Polit-Neuling, unterstützt Verschwörungstheorien und sitzt von nun an für die Republikaner im Repräsentantenhaus. Donald Trump hält sie für einen „künftigen republikanischen Star“.

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          Die Republikaner im amerikanischen Repräsentantenhaus werden sich mit einer Unterstützerin der Verschwörungstheorie QAnon in ihren Reihen auseinandersetzen müssen. Die Kandidatin Marjorie Taylor Greene gewann erwartungsgemäß einen Sitz im Bundesstaat Georgia.

          Greene ist als Geschäftsfrau tätig und gilt als Polit-Neuling. Die 46-Jährige hat eine große Anhängerschaft in sozialen Medien, wo sie mit als rassistisch kritisierten Posts für Aufsehen sorgte. So behauptete sie unter anderem, dass Schwarze und Latino-Männer durch „Gangs und Drogenhandel“ in ihrer Entwicklung zurückgeworfen würden und sprach von einer angeblichen „islamischen Invasion“ von Regierungsgebäuden. Im Wahlkampf für die Kongresswahl setzte sie auf das Motto „Rettet Amerika, stoppt den Sozialismus“, posierte in Videos mit einem Sturmgewehr und warnte vor „Antifa-Terroristen“.

          Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen Präsident Donald Trump in den tieferen Schichten des amerikanischen Regierungsapparats gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den Vereinigten Staaten ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

          Mehrere führende Politiker der Republikaner haben die QAnon-Theorien verurteilt. Präsident Donald Trump tat sich bei mehreren Gelegenheiten schwer damit – und unterstützte Greene ausdrücklich. Unlängst bezeichnete er sie als „künftigen republikanischen Star“.

          Im Repräsentantenhaus, das komplett zur Abstimmung steht, halten die Demokraten bislang eine Mehrheit von 232 der 435 Sitze. Für die Mehrheit sind 218 Stimmen nötig. Zunächst konnte die Demokraten am Dienstag in den prognostizierten Ergebnissen einen Sitz dazugewinnen. Bis 3.45 Uhr MEZ konnten sich laut AP die Republikaner 73 und die Demokraten 42 Sitze sichern.

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