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Bewegung „QAnon“ : Verschwörungstheoretiker ganz vorne mit dabei

Ein „QAnon“-Anhänger am Mittwoch im Kapitol Bild: AP

Für die Gefolgschaft von „QAnon“ ist Donald Trump eine Lichtgestalt. Die Bewegung hat ihren Ursprung zwar im Internet, ist jedoch auf der Straße präsent. Bei der Randale im Kapitol zeigen die Anhänger, wozu sie bereit sind.

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          Die Menge, die am Mittwoch in das Kapitol in der amerikanischen Hauptstadt Washington eingedrungen ist und dort gewütet hat, setzte sich aus verschiedenen Gruppen zusammen. Prominent vertreten waren Anhänger von „QAnon“. Dabei handelt es sich um eine Verschwörungstheorie, die 2017 im Internet entstanden ist, mittlerweile Millionen Anhänger auf der ganzen Welt hat und seitdem aus dem digitalen auch in den analogen Raum vorgedrungen ist.

          Oliver Kühn
          Redakteur in der Politik.

          Eine der herausstechenden Figuren beim Sturm auf den Kongress war ein Mann mit einem gehörnten Helm und einer Fellmütze, einem in den Farben der amerikanischen Flagge bemalten Gesicht und nacktem, tätowiertem Oberkörper. Bei dem Mann handelt es sich um Jake Angeli, der sich selbst als „Q-Schamane“ bezeichnet. Ein von einem Journalisten auf Twitter veröffentlichtes Video zeigt außerdem, wie die Randalierer in das zweite Stockwerk des Kongresses vordringen. Der erste Mann, der durch die Tür kommt, trägt ein T-Shirt mit einem großen Q-Aufdruck und dem Spruch „Vertraue dem Plan“, einem in der „Q“-Welt verwendeten Schlachtruf.

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