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„Pompeos Fantasiewelt“ : Iran verspottet Amerikas Sanktionsforderung

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Iran zuckt vor ihm nicht: Mike Pompeo, Amerikas Außenminister, am 20. August vor den Vereinten Nationen in New York. Bild: AP

Die Vereinigten Staaten haben den „Snapback“ im Atomabkommen in Gang gesetzt, mit dem iranische Regelverstöße sanktioniert werden sollen. Doch damit stehen sie allein. Das kostet Irans Außenamtssprecher auf Twitter aus.

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          Iran hat auf die Ankündigung von Amerikas Außenminister Mike Pompeo, die Wiedereinsetzung der UN-Sanktionen gegen Teheran nächsten Monat durchzusetzen, mit Spott reagiert. „Die Uhren in Pompeos Fantasiewelt ticken wohl anders“, twitterte Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Freitag. „Das kommt davon, wenn ein ehemaliger Spionagechef plötzlich Chefdiplomat der USA wird.“

          Pompeo hatte am Donnerstag auf Twitter erklärt, alle UN-Sanktionen gegen Iran würden „am 20. September um Mitternacht GMT“ wieder in Kraft treten. Die Vereinigten Staaten haben dazu einen im Atomabkommen für den Fall iranischer Regelverstöße vereinbarten Mechanismus, den so genannten „Snapback“, in Gang gesetzt. Allerdings sind die Vereinigten Staaten 2018 aus dem Abkommen, das eine atomare Bewaffnung des Irans verhindern soll, ausgestiegen und der Sicherheitsrat will Washington in der Forderung nach abermaligen Sanktionen nicht folgen.

          Pompeo erklärte, sollte ein Mitglied des Sicherheitsrats eine Resolution zur Fortdauer der Sanktionsbefreiung einbringen, würden sich die USA dem entgegenstellen. Gäbe es keine Resolution, träten die Sanktionen wieder in Kraft. Länder wie Deutschland und Frankreich sind der Ansicht, dass die USA nicht mehr dem Abkommen angehören und daher auch nicht berechtigt sind, den Mechanismus auszulösen.

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