https://www.faz.net/-gpf-8mzsq

Clintons E-Mail-Affäre : Obama lässt Kritik an FBI-Chef anklingen

  • Aktualisiert am

Barack Obama als Wahlkämpfer für Hillary Clinton in Ohio Bild: AP

Noch am Montag hatte Barack Obama sich hinter FBI-Chef Comey gestellt. Jetzt kritisiert er die neuerlichen Ermittlungen gegen Hillary Clinton - allerdings ohne Comeys Namen zu nennen.

          1 Min.

          Barack Obama hat in einem Interview Kritik an FBI-Chef James Comey erkennen lassen: „Ich denke, dass es bei Ermittlungen eine Norm gibt, dass man nicht auf der Grundlage von Unterstellungen, unvollständigen Informationen oder undichten Stellen agiert“, sagte Obama in einem Interview des Blogs „Now this“. Er machte aber auch klar, dass er nicht den Eindruck erwecken wolle, sich in eine unabhängige Ermittlung einzumischen. „Wir agieren auf der Grundlage von konkreten Entscheidungen, die getroffen werden.“ Comeys Namen nannte er nicht. Das Interview wurde am Mittwoch veröffentlicht.

          Comey hatte mehreren Abgeordneten in der vergangenen Woche in einem Brief mitgeteilt, dass in der E-Mail-Affäre von Hillary Clinton weitere E-Mails untersucht werden. Diese waren im Zuge einer anderen Ermittlung aufgetaucht. Comey sah sich daraufhin Kritik ausgesetzt, er habe als Republikaner Einfluss auf die Wahl nehmen wollen.

          Am Montag hatte Obamas Sprecher Josh Earnest erklärt, der Präsident sei nicht der Auffassung, dass Comey seine Position für politische Zwecke ausnutzen wollte. Obama wies in dem Interview darauf hin, dass das FBI im Sommer zu der Schlussfolgerung gekommen sei, dass Clinton Fehler gemacht habe, ihr Verhalten aber nicht strafbar sei. Im Mittelpunkt der E-Mail-Affäre steht die Frage, ob Clinton als Außenministerin durch die Nutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails die Sicherheit der Nation gefährdet hat.

          Weitere Themen

          Aung San Suu Kyi wird der „Aufwiegelung“ angeklagt

          Myanmar : Aung San Suu Kyi wird der „Aufwiegelung“ angeklagt

          Zum zweiten Mal seit ihrer Festnahme nach dem Putsch vor einem Monat erscheint die Friedensnobelpreisträgerin wieder per Videolink vor Gericht. Trotz des blutigen Vorgehens am Vortag protestieren die Menschen weiter für ihre Freilassung.

          Das sind die wichtigsten Zitate Video-Seite öffnen

          Trump-Rede in Orlando : Das sind die wichtigsten Zitate

          Ex-Präsident Donald Trump hat seine erste öffentliche Rede seit seinem Ausscheiden aus dem Amt im Januar gehalten. Dabei zog er über seinen Nachfolger Joe Biden her und liebäugelte mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur.

          Topmeldungen

          Wer wird die Wahl gewinnen? Der Volkswagen ID.3 ist einer der sieben Finalisten.

          Car of the year 2021 : Wählen Sie Ihren Favoriten!

          Der bedeutendste Preis in der Automobilbranche wird an diesem Montag vergeben. Wir wollen von Ihnen wissen, welches Ihr „Auto des Jahres 2021“ ist. Stimmen Sie ab.
          Ausgebrannt: Fluchtfahrzeug nach dem ersten Überfall im März 2018.

          Reemtsma-Entführer Drach : Der überschätzte Verbrecher

          Der Reemtsma-Entführer Thomas Drach scheint ein Paradebeispiel für einen Mann, der das Verbrechen zu seinem Beruf gemacht hat. Ein „Superhirn“ oder „Mastermind“ ist er aber nicht – auch wenn er das wohl gerne wäre.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.