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Trump trifft Kim : Nordkorea will Atommacht bleiben

Auf Briefmarken allgegenwärtig: Kim Jong-un jubelt über seine Interkontinentalraketen. Bild: ddp Images

Ein Blick auf die staatliche Propaganda-Maschinerie genügt: Nordkorea denkt nicht daran, nuklear abzurüsten. Und Trump erkennt das jetzt sogar an. Am Mittwoch trifft er sich zum zweiten Mal mit Kim Jong-un. Der Erfolg des Treffens ist ungewiss.

          7 Min.

          Wo Nordkoreas Interkontinentalraketen stationiert sind, ist ein Staatsgeheimnis. Aber die Nordkoreaner haben sie trotzdem stets vor Augen, auf Briefmarken zum Beispiel. Das Regime hat die erfolgreichen Tests von 2017 auf Sondermarken verewigt. Auf dieser Seite findet sich ein Beispiel dafür. Kim steht im Zentrum, er jubelt über den erfolgreichen Test. Die Botschaft: Der große Führer hat dem Land einen Triumph beschert. Die Raketen sind der ganze Stolz Nordkoreas, Ausdruck seiner Leistungsfähigkeit und Unterpfand seiner Selbständigkeit.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Dazu passt ein jüngeres Propagandaplakat. Es zeigt im Vordergrund vier strahlende Volksgenossen vor der Flagge des Landes: einen Ingenieur, einen Soldaten, eine Bäuerin und, leicht erhöht, einen Parteifunktionär. Sie brechen voller Tatendrang in eine glorreiche Zukunft auf. Im Hintergrund jubeln die revolutionären Massen. Und dahinter steigt eine Interkontinentalrakete in den Himmel. Sie steht nicht mehr im Mittelpunkt wie noch auf früheren Darstellungen. Jetzt rückt der wirtschaftliche Aufbruch in den Vordergrund, den die Partei versprochen hat. Man werde nun alle Anstrengungen darauf richten, die sozialistische Wirtschaft aufzubauen, das war die Parole vom letzten Parteitag. Es bedeutet aber keine Abkehr von der nuklearen Rüstung. Es ist nur die nächste Entwicklungsstufe.

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