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Demokratin wiedergewählt : Pelosi bleibt Vorsitzende des Repräsentantenhauses

  • Aktualisiert am

Bleibt Sprecherin des Hauses: Die Demokratin Nancy Pelosi Bild: AP

Nancy Pelosi führt eine weitere Amtszeit das amerikanische Repräsentantenhaus an. Die 80 Jahre alte Demokratin wurde mit einer knappen Mehrheit wiedergewählt.

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          Die Demokratin Nancy Pelosi ist abermals zur Vorsitzenden des amerikanischen Repräsentantenhauses gewählt worden. Bei der konstituierenden Sitzung der Kongresskammer erreichte Pelosi am Sonntag mit 216 Stimmen knapp die notwendige Mehrheit zur Wiederwahl für den einflussreichen Spitzenposten. Ihr Herausforderer, der Republikaner Kevin McCarthy, kam auf 209 Stimmen.

          Pelosi hatte ihre Partei bereits in den vergangenen zwei Jahren als Vorsitzende des Repräsentantenhauses durch die zweite Hälfte der Amtszeit von Präsident Donald Trump gesteuert – als politisch mächtigste Frau Amerikas und als wichtigste Gegenspielerin des Republikaners. Sobald der künftige amerikanische Präsident, der Demokrat Joe Biden, am 20. Januar vereidigt ist, wird sich das ändern. Die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris – die erste Frau auf diesem Posten – wird Pelosi dann als mächtigste Frau der amerikanischen Politik ablösen.

          Von 2007 bis 2011 war Pelosi schon einmal Vorsitzende der Kongresskammer gewesen. Damals rückte sie als erste Frau in der Geschichte des Landes auf den Posten. Sie ist seit Jahrzehnten im politischen Geschäft, lange Zeit davon in Führungsjobs im Kongress. Sie weiß, wie man Kritik abwehrt, Mehrheiten organisiert und Abweichler einfängt. Als ihre Wahl zur Vorsitzenden der Kongresskammer vor zwei Jahren wackelte und einige Demokraten nach Verjüngung riefen, wehrte sie die Revolte erfolgreich ab. Die inzwischen 80 Jahre alte Demokratin hat allerdings signalisiert, dass dies ihre letzte Amtszeit an der Spitze des Repräsentantenhauses werden dürfte.

          Nachdem die Demokraten bei der Wahl im November unerwartet viele Sitze im Repräsentantenhaus an die Republikaner verloren hatten, ist die Mehrheit der Partei in der Kammer denkbar knapp geworden. Sie schrumpfte auf aktuell 222 von 435 Sitzen. Mindestens 218 Stimmen sind bei Abstimmungen generell für eine einfache Mehrheit nötig. Zwei Sitze sind aktuell noch unbesetzt – einer wegen eines offenen Rennens, ein anderer wegen des kürzlichen Todes eines neu gewählten Parlamentariers. Bei der Eröffnungssitzung fehlten außerdem mehrere Abgeordnete krankheitsbedingt. Anwesend waren 427 Parlamentarier.

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