https://www.faz.net/-gpf-a5i25

Nach der Präsidentenwahl : Trump bleibt

  • -Aktualisiert am

Anhänger des amerikanischen Präsidenten Donald Trump während eines Pro-Trump-Marsches vor dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs. Bild: dpa

Donald Trump mag die Präsidentenwahl verloren haben – so schnell werden ihn seine Gegner aber nicht los. Sein Ego ist gekränkt und eine Kandidatur 2024 nicht ausgeschlossen.

          2 Min.

          Dieser Tage hat die „Washington Post“ einen ranghohen Republikaner mit der Frage zitiert, welchen Nachteil es denn schon haben könne, dass man Donald Trump noch für kurze Zeit nach dem Mund rede. Die Person, die zur Bedingung machte, dass sie anonym bleibt, fuhr fort: Der Präsident spiele Golf. Es sei ja nicht so, dass er an einem Komplott arbeite, der die Machtübernahme durch Joe Biden am 20. Januar verhindern solle. Trump twittere, dass er ein paar Klagen einreiche. Diese würden ohnehin scheitern. Dann werde er weiter twittern, dass ihm die Wahl gestohlen worden sei. Und dann werde er abtreten. Fertig. Ende der Geschichte.

          Die Worte geben die Haltung eines Großteils der Republikaner wieder. Nur vier Senatoren aus den Reihen der Grand Old Party haben dem Demokraten bisher zum Wahlsieg gratuliert. Ein paar weitere haben gefordert, dass der gewählte Präsident zumindest von den Nachrichtendiensten regelmäßig über die Sicherheitslage unterrichtet werden müsse. Dadurch entstehe – unabhängig vom Ausgang von Neuauszählungen und Klagen – schließlich kein Nachteil für irgendjemanden.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Uiguren in einem chinesischen Internierungslager im Jahr 2017

          Kritik der Vereinigten Staaten : Begeht China einen Genozid?

          Umerziehungslager und Zwangssterilisationen: China geht hart gegen die ethnische Minderheit der Uiguren vor. Amerikas scheidender Außenminister spricht von einem Genozid. Was folgt daraus für Joe Biden?

          Frankreichs Karikaturen-Streit : Inzest unter Pinguinen

          Es gilt das ungedruckte Wort: Die Zeitung „Le Monde“ hat einen neuen Karikaturen-Streit ausgelöst, der Frankreich entzweit. Die Chefredakteurin Caroline Monnot entschuldigt sich. Der Zeichner Xavier Gorce nimmt seinen Hut.

          Pandemie-Bekämpfung : Das Versagen der Schweiz

          In der Regierung in der Schweiz sitzen sieben Vertreter von vier Parteien, die ausgeprägt gegensätzliche Strategien zur Corona-Bewältigung verfolgen. Das Ergebnis ist eine einzige Peinlichkeit – und hat tödliche Folgen.