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„Wall Street Journal“ : Cohen will offenbar über kriminelle Handlungen Trumps aussagen

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Der frühere Trump-Anwalt Michael Cohen Bild: AP

Während der amerikanische Präsident Kim Jong-un trifft, sagt sein früherer Anwalt in der Affäre um die Pornodarstellerin „Stormy Daniels“ vor dem Kongress aus. Laut einem Bericht will Michael Cohen dabei über Trumps „Lügen, Rassismus und Betrügereien“ sprechen.

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          Bei seinem Treffen mit Nordkoreas Machthaber in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi wird der amerikanische Präsident Donald Trump am Mittwoch versuchen, einen guten „Deal“ zu erzielen und sich als Friedensstifter zu inszenieren. Doch entscheidender für seine politische Zukunft dürften die Termine sein, die sein früherer Anwalt Michael Cohen zur gleichen Zeit in Washington hat. Cohen wird von Dienstag bis Donnerstag vor drei unterschiedlichen Kongressausschüssen befragt. Mit Spannung erwartet wird vor allem die Sitzung vor dem sogenannten Oversight Commitee des Repräsentantenhauses, die am Mittwoch um 10 Uhr (Ortszeit) beginnt.

          Und wenn stimmt, was das „Wall Street Journal“ am Dienstag berichtete, könnte der amerikanische Präsident in der Affäre um illegale Wahlkampffinanzierung, Schweigegeldzahlungen an mutmaßliche Geliebte wie die Pornodarstellerin „Stormy Daniels“ und mögliche Unregelmäßigkeiten in den Finanzen der Trump-Firmen weiter unter Druck geraten.

          Der Zeitung zufolge will Cohen Trump vor den Abgeordneten erstmals öffentlich „kriminelles Verhalten während seiner Amtszeit“ vorwerfen, im Zusammenhang mit geheimen Zahlungen an eine Pornodarstellerin. Das will das „Wall Street Journal“ von einer Person aus dem näheren Umfeld Cohens erfahren haben. Auch über die Geschäftsberichte von Trumps Unternehmen will Cohen offenbar sprechen – und dabei auch aufzeigen, welche Steuervermeidungstaktiken dabei zur Anwendung gekommen sein sollen.

          Durch seine jahrelange enge Zusammenarbeit mit Donald Trump ist Cohen ein wichtiger Zeuge – nicht nur in der Affäre um Stormy Daniels, sondern auch in den Russland-Ermittlungen von Sonderermittler Robert Mueller. Zu denen darf sich Cohen vor dem Kongress aber nicht äußern. Das Justizministerium hat diese Vorgabe gemacht, da die Ermittlungen um mögliche Geheimabsprachen von Trumps Wahlkampflager mit Russland im Jahr 2016 weiterhin als geheim eingestuft sind.

          Laut „Wall Street Journal“ wird Cohen vor dem Kongress vor allem über sein Insiderwissen aus der mehr als zehnjährigen Zusammenarbeit mit Trump sprechen. Der Person aus Cohens Umfeld zufolge wird er diesbezüglich aussagen, er habe „Lügen, Rassismus und Betrügereien“ erlebt.

          Vor 13 Monaten hat das „Wall Street Journal“ zum ersten Mal darüber berichtet, dass Cohen der Pornodarstellerin Stephanie Clifford alias „Stormy Daniels“ im Oktober 130.000 Dollar gezahlt haben soll, um ihr Schweigen darüber zu erkaufen, dass sie Sex mit Trump hatte.

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