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Trumps Grenzzaun : Mexikanische Schmuggler sägen sich nach Amerika

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Der Bau der Grenzmauer zu Mexiko war 2016 eines der Wahlkampfthemen von Donald Trump. Bild: AP

Mit handelsüblichen Sägen sollen Schmugglerbanden aus Mexiko die Stahlpfeiler der Grenzmauer durchgesägt haben. Die Schleichhändler machten sich eine Eigenschaft zu Nutzen.

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          Mexikanische Schmugglerbanden sollen mehrmals an Stahlpfeilern des Grenzzauns gesägt und sich so einen Weg in die Vereinigten Staaten gebahnt haben. Das berichtete die Washington Post am Sonntag. Die Durchgänge, die die Schmuggler in den neu errichteten Teilen der Grenzanlage freischneiden konnten, sollen groß genug gewesen sein, um Menschen und Drogenfuhren über die Grenze zu bringen.

          Demnach statteten die Dealer handelsübliche, akkubetriebene Sägen mit Spezialklingen aus, um einen der Pfeiler durchzusägen. Die betroffenen Abschnitte im Grenzzaun bestehen aus senkrechten Stahlpollern, die in Beton gegossen sind und oben von einem Querbalken fixiert werden. Die Schmuggler konnten so die Streben am Boden durchsägen und zur Seite biegen.

          Gegenüber der Zeitung hat sich die amerikanische Regierung nicht zu den Vorfällen geäußert. Einige der durchgesägten Mauerteile seien noch nicht mit elektronischen Sensoren ausgestattet gewesen, die Vibrationen von Sägen an den Pfeilern erkennen können.

          Im September hatte das amerikanische Verteidigungsministerium 3,6 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro) für den Bau der Mauer freigegeben. Die „Washington Post“ schätzt, dass der Grenzzaun die amerikanischen Steuerzahler bis jetzt schon etwa 10 Milliarden Dollar gekostet hat. Der Bau der Mauer war ein zentrales Thema in Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016. Trump begründete den Bau mit dem „Kampf gegen illegale Einwanderung und Drogenschmuggel“.

          Hindernis für illegale Migranten: Der Grenzzaun zwischen Mexiko und Amerika (Archivbild).
          Hindernis für illegale Migranten: Der Grenzzaun zwischen Mexiko und Amerika (Archivbild). : Bild: AP

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