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Melania Trump nach Attentat : „Ich bin beeindruckt, dass die Kinder ihre Stimme erheben“

  • -Aktualisiert am

Vor den Ehepartnern amerikanischer Gouverneure hat Melania Trump die Schüler in einer Rede unterstützt. Bild: dpa

Melania Trump äußert sich nur selten in der Öffentlichkeit. Jetzt lobte die First Lady ausdrücklich die Schüler, die sich nach dem Massaker von Parkland für schärfere Waffengesetze einsetzen.

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          In einer ihrer wenigen öffentlichen Reden hat sich Melania Trump am Montag für die Schüler des Parkland-Massakers eingesetzt. „Ich bin davon beindruckt, dass Kinder im ganzen Land ihre Stimme erheben und versuchen etwas zu ändern“, sagte die First Lady während einem Mittagessen mit den Ehepartnern der amerikanischen Gouverneure. Sie sprach damit die Schüler an, die sich seit dem Amoklauf in einer Schule in Parkland, Florida, mit 17 Toten für schärfere Waffengesetze erheben. Sie sagte weiter: „Sie sind unsere Zukunft und verdienen eine Stimme.“

          Sie nannte die Tat einen „sinnlosen Akt“. Als Mutter könne sie sich nicht vorstellen, wie groß die Trauer sein müsse. Trump sagte weiter: „Wenn wir alle zusammen kommen, können wir eine positive Veränderung für unsere Kinder bewirken.“ Ferner betonte die First Lady, dass sie helfen wolle.

          Der Auftritt stellt eine Ausnahme des Verhaltens von Melania Trump dar. Die New York Times schreibt, die First Lady habe „nicht mehr als ein paar öffentliche Wörter in Monaten angeboten.“ Mit der Rede positioniert sie sich auch politisch. Zudem weist sie damit Verschwörungstheoretiker zurück, die seit dem Attentat versuchen, die Schüler als Marionetten der Anti-Waffen-Lobby  zu diskreditieren.

          Donald Trump: „Der NRA nicht alles durchgehen lassen“

          Ihr Ehemann, Präsident Donald Trump, unterstützte bisher nicht derart eindeutig die Bewegung der Schüler. Bei einer Begegnung im Weißen Haus mit Überlebenden der Attacke am vergangenen Mittwoch schlug Trump vor, Lehrer zu bewaffnen, um Amokläufe zu verhindern. Über das Attentat vom 14. Februar in Parkland sagte Trump zudem am Montag: „Ich glaube wirklich, dass ich da reingerannt wäre, auch wenn ich keine Waffe gehabt hätte.“ Damit kritisierte er abermals einen Hilfspolizisten, der sich während des Massakers vor der Schule befunden und nicht eingegriffen hatte.

          Bei dem Treffen mit den amerikanischen Gouverneuren führte er weiter aus, dass man der NRA nicht alles durchgehen lassen könnte, es aber keinen Grund gebe, sich vor ihr zu fürchten. „Sie tun das, wovon sie glauben, dass es das Richtige ist.“

          Erwachsene sollen die „Führung übernehmen“

          Nach dem Amtsantritt von Donald Trump hatte Melania Trump gesagt, sie wolle sich als First Lady für die Rechte von Kindern und gegen Cyber-Mobbing einsetzen. Auch dies nahm sie in ihrer Rede auf. Erwachsene sollten „die Führung und Verantwortung übernehmen“ und damit „positive Verhaltensweisen mit sozialen Medien und Technologien vorleben“.

          Noch am Wochenende hatte eine der überlebenden Schülerinnen, die 14 Jahre alte Lauren Hogg, Melania Trump über Twitter auf dieses Vorhaben angesprochen. Trumps Sohn Donald Trump Jr. hatte einen Tweet positiv bewertet, der Hoggs Bruder angreift. David Hogg ist einer der Schüler, die sich öffentlich gegen die amerikanische Waffenlobby einsetzen.

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