https://www.faz.net/-gpf-ab1eo

Umfrage : Mehrheit der Amerikaner mit Präsident Biden zufrieden

  • Aktualisiert am

Gute Noten für seine Corona-Politik: Joe Biden, aufgenommen am 12. April im Weißen Haus Bild: AP

Knapp hundert Tage nach Amtsantritt zeigen sich 52 Prozent der Bürger in den Vereinigen Staaten mit Joe Biden zufrieden – deutlich mehr als vor vier Jahren mit Donald Trump. Punkten kann er vor allem mit seiner Corona-Politik.

          1 Min.

          Nach knapp hundert Tagen im Amt stößt Amerikas Präsident Joe Biden bei den Bürgerinnen und Bürgern seines Landes mehrheitlich auf Zustimmung. Einer Umfrage der „Washington Post“ und des Senders Abc News zufolge ist der 78 Jahre alte Demokrat populärer als sein republikanischer Vorgänger Donald Trump im Vergleichszeitraum vor vier Jahren – allerdings unbeliebter als die Präsidenten vor ihm. 52 Prozent hätten sich zustimmend zu Biden geäußert, bei Trump waren es lediglich 42 Prozent. George W. Bush erreichte in einer vergleichbaren Erhebung Zustimmungswerte von 63 Prozent, Barack Obama 69 Prozent.

          Zugute gehalten wird Biden insbesondere sein Umgang mit der Corona-Pandemie, den 64 Prozent der Befragten befürworten. Die Vereinigten Staaten machen erhebliche Fortschritte bei der Impfkampagne. Die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen befindet sich zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, die Befürchtungen einer vierten Welle haben sich bislang allerdings nicht bestätigt.

          Kritisch beäugt wird Bidens Umgang mit der Migration an der Grenze zu Mexiko. 53 Prozent der Befragten äußerten sich in der Umfrage ablehnend, nur 37 Prozent befürworten Bidens Kurs. Die neue Regierung will die Migrationspolitik humaner gestalten als Trump, steht aber unter Druck, weil die Zahl der ankommenden Migranten und Flüchtlinge aus Lateinamerika zuletzt dramatisch gestiegen war.

          Biden ist am kommenden Donnerstag hundert Tage im Amt. Im Wahlkampf ist er auch mit dem Versprechen angetreten, das tief gespaltene Land zu einen. Die politischen Fronten sind aber weiterhin verhärtet. Bedeutenden Vorhaben wie ein massives Infrastrukturprogramm, mit dem Biden die amerikanische Wirtschaft ankurbeln will, stehen die Republikaner kritisch gegenüber. Im Fall eines billionenschweren Corona-Konjunkturpakets bedienten sich die Demokraten eines Vermittlungsverfahrens für Haushaltsgesetze, um es auch ohne die Gunst der Republikaner verabschieden zu können.

          Weitere Themen

          Zweite Amtszeit für Guterres Video-Seite öffnen

          UN-Generalsekretär : Zweite Amtszeit für Guterres

          Guterres wurde von der 193 Mitglieder zählenden UN-Generalversammlung für weitere fünf Jahre ernannt. Er ist ein großer Befürworter des Klimaschutzes, von COVID-19-Impfstoffen für alle sowie der digitalen Zusammenarbeit.

          Mit Ölfarbe in eigener Sache

          George W. Bush als Maler : Mit Ölfarbe in eigener Sache

          George W. Bush, der 43. Präsident der USA, hat sich durch seine Migrationspolitik nicht beliebt gemacht. Nun wird er wieder beliebter. Ein Grund dafür ist sein neues Buch.

          Topmeldungen

          Aktivisten der Bewegung Fridays for Future in Berlin

          F.A.Z. Frühdenker : Folgt auf das Klimaschutzgesetz ein Sofortprogramm?

          Armin Laschet und Markus Söder stellen das Wahlprogramm der Union vor. Deutschland bereitet sich auf die Ausbreitung der Delta-Variante vor. Und in Frankfurt wird der Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels verkündet. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.