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Schlachtfeld Amerika : Öl ins Feuer

Trump-Fans in Portland, Oregon. Bild: AP

George W. Bush hielt Trumps Einlassungen einst nur für „schrägen Mist“. Wenn es nur dabei geblieben wäre.

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          George W. Bush hat noch während der Amtseinführung Donald Trumps dessen apokalyptische Beschreibung des Landes, die in dem monströsen Bild eines „amerikanischen Gemetzels“ mündete, „schrägen Mist“ genannt. Allein, dieser schräge Mist ist das Lebenselixier des 45. Präsidenten, und je näher der Wahltag rückt, umso eifriger kippt er davon aus, um sich, wie gerade auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner, mit seinen ihm blind ergebenen Anhängern darin zu suhlen.

          Die Unruhen, die Amerika seit Monaten wegen polizeilicher Gewalt gegen Afroamerikaner heimsuchen, sind Trump dabei willkommene Gelegenheit, sich als alleiniger Garant von Recht und Ordnung zu inszenieren. Jetzt hat der Präsident, der seine politischen Gegner gerade als „geistesgestörten Abschaum“ tituliert hat, angekündigt, den jüngsten Unruhe-Hotspot Kenosha zu besuchen. Dort, in dem für die Wahl wichtigen Bundesstaat Wisconsin, hat ein Polizist einem Afroamerikaner siebenmal (!) in den Rücken geschossen. Auch ein minderjähriger Trump-Fan hat mit einem Gewehr mutmaßlich zwei Demonstranten getötet.

          Nachdem nun auch noch ein mutmaßlicher Trump-Fan in Portland erschossen wurde, steht das Schlimmste zu befürchten, auch weil Trump eine Niederlage in der Präsidentenwahl nur durch Manipulation für möglich hält. Das von ihm beschworene „amerikanische Gemetzel“ ist in dem vor Waffen strotzenden Land mittlerweile vorstellbar geworden.

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          Richard Wagner
          Verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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