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Nach Bidens Bestätigung : Noch ist der Zirkus nicht beendet

  • -Aktualisiert am

Jill und Joe Biden am am 14. Dezember in Wilmington, Dalaware Bild: AFP

Nachdem auch die Wahlleute den Sieg Joe Bidens bestätigen, geht der gewählte Präsident in die Offensive. Mit Verspätung gratuliert ihm nun auch Mitch McConnell, der Mehrheitsführer der Republikaner, zur Wahl.

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          Vom Ende her betrachtet, besteht kein Grund zur Beunruhigung. Am 20. Januar um zwölf Uhr mittags beginnt die Präsidentschaft Joe Bidens. Daran gibt es schon länger keinen Zweifel mehr. Das hat nun auch das „Electoral College“ klargestellt, jene 538 Wahlleute also, die am Montag in den Hauptstädten der Bundesstaaten zusammenkamen, um das Votum der Amerikaner vom 3. November zu bestätigen.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Zuvor hatte dies schon der Supreme Court getan, indirekt zumindest, indem das Verfassungsgericht eine vom scheidenden Präsidenten Donald Trump als „großes Ding“ angekündigte Klage in wenigen Sätzen in einer einstimmigen Entscheidung abwies. Und schließlich betrachtet auch eine Mehrheit der Mitglieder beider Kongresskammern Joe Biden als gewählten Präsidenten, zählt man die – man muss es so sagen: – Abweichler unter den republikanischen Senatoren hinzu, die es gewagt haben, dem Demokraten zum Wahlsieg zu gratulieren. Kurzum: Die Demokratie in Amerika ist nicht in Gefahr, die Institutionen haben sich behauptet.

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