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Joe Biden : Ein Präsident für alle sein

Joe Biden am Mittwoch bei seiner Vereidigung als 46. Präsident der Vereinigten Staaten Bild: AFP

Joe Biden muss Amerika wieder Halt und Orientierung geben. Von all den Aufgaben und Krisen, die auf ihn warten, ist das die schwerste.

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          Seine Erleichterung sei groß, sagte der Bundespräsident, dass Joe Biden jetzt ins Weiße Haus einziehe. So wie er hat die große Mehrheit der Europäer dem Machtwechsel in den Vereinigten Staaten entgegengesehen, wenn nicht, nach den jüngsten Ereignissen, sogar entgegengefiebert. In der frohen Erwartung drückt sich die Erleichterung darüber aus, dass die Trump-Zeit endlich vorüber ist und man vor dem Neubeginn einer Partnerschaft steht, die in den vergangenen Jahren ebenso heftig gelitten hat wie das Ansehen der Vereinigten Staaten. Wie weit das neue Glücksgefühl trägt, wird man dann wissen, wenn die neue Mannschaft ihre Arbeit aufgenommen hat, der Alltag des Regierens eingekehrt ist – und das Pathos den Interessen weicht.

          Es ist eine Volte der Zeitläufte: Der Mann, der als 46. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt worden ist und auf dem so große Hoffnungen ruhen, hat vor fünfzig Jahren den Weg in die Politik gefunden. Er erlebte sieben Präsidenten als Senator, dem achten diente er als Vizepräsident – welche Erfahrung! Diese Erfahrung wird er brauchen, um Amerika wieder Halt und Orientierung zu geben. Von all den Aufgaben und Krisen, die auf ihn warten, die globalen Herausforderungen eingeschlossen, ist das vielleicht die schwerste.

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