https://www.faz.net/-gpf-95649

Sorgen wegen Trump : „Die Partei liegt im Sterben“

  • Aktualisiert am

Kein Freund von Trump: Jeff Flake, republikanischer Senator aus Arizona. Bild: AP

Ein prominenter amerikanischer Republikaner sorgt sich um seine Partei. Sollte Präsident Trump eine zweite Amtszeit anstreben, könnte es zum Konflikt kommen.

          1 Min.

          Amerikas Präsident Donald Trump muss nach den Worten des republikanischen Senators Jeff Flake womöglich mit einem Gegenkandidaten aus seiner eigenen Partei rechnen, sollte er bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Sollte Trump eine Wiederwahl anstreben und seine bisherige Politik fortsetzen, werde es eine große Wählerschicht geben, „die sich nach etwas anderem umsehen wird“, sagte Flake am Sonntag dem Sender ABC.

          In dem Fall müsse Trump bei der Wahl mit einem unabhängigen Rivalen rechnen sowie bei der Vorwahl der Republikaner möglicherweise mit einem Gegenkandidaten aus den eigenen Reihen, sagte Flake.

          Auf die Frage, ob er 2020 selbst antreten könnte, reagierte der konservative Senator aus Arizona zurückhaltend. „Ich schließe nichts aus, doch gehört dies derzeit nicht zu meinen Plänen“, sagte er. Der 54-Jährige hatte im Oktober angekündigt, dass er bei den Senatswahlen in einem Jahr nicht kandidieren werde, weil er nicht „Komplize“ einer „rücksichtslosen“ Präsidentschaft sein wolle.

          Nach Twitter-Tirade : Weitere Senatoren stellen sich gegen Trump

          In dem ABC-Interview warnte Flake vor dem derzeitigen Kurs der Republikaner. Die Partei liege im Sterben, warnte er. Sie spreche vorwiegend „alte weiße Männer“ an, „deren Zahl aber ist begrenzt“. Zudem machten Wut und Verbitterung noch keine „Regierungsphilosophie“ aus, fügte Flake hinzu, der als einer der wenigen Republikaner sowohl Trump persönlich als auch dessen Politik kritisiert.

          Weitere Themen

          Überlebende berichten Video-Seite öffnen

          Massaker in Tigray : Überlebende berichten

          Beim Überfall auf die Stadt Mai-Kadra in der Konfliktregion Tigray sind hunderte Zivilisten getötet worden. Ein Überlebender berichtet von dem Angriff. Unklar ist, wer für das Blutbad verantwortlich ist.

          Topmeldungen

          Franziska Giffey: Möchte die Berliner mit dem Thema Innere Sicherheit überzeugen.

          Parteitag der Berliner SPD : Giffey will es wissen

          Auf dem ersten hybriden Parteitag der Berliner SPD wirbt die Bundesfamilienministerin für ihre Führungsrolle in der Hauptstadt. Zu ihrer Doktorarbeit sagt sie nichts. Nun kommt es darauf an, wie stark ihre Partei sie machen will.
          Ein AfD-Mitglied beim Landesparteitag der AfD Rheinland-Pfalz am vergangenen Wochenende

          Vor dem Parteitag : Die AfD trifft sich im Wunderland

          Rund 600 Delegierte wollen auf dem Gelände des einstigen Kernkraftwerks in Kalkar über ein Rentenkonzept debattieren – unter strikter Einhaltung der Maskenpflicht, sonst droht ein Abbruch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.