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Milizen in Amerika : „Die Einschüchterung funktioniert“

Mitglieder der Bugaloo Boys im Oktober in Lansing Bild: AFP

Bewaffnete Gruppen haben in Amerika zuletzt immer wieder für Aufsehen gesorgt. Wie gefährlich sind diese Milizen? Könnten sie die Wahl beeinflussen? Ein Interview mit Roudabeh Kishi, die dazu geforscht hat.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Frau Kishi, Ihr Bericht schaut auf Gefahren, die von bewaffneten organisierten Milizen rund um die Wahlen am 3. November ausgehen könnten. Wer sind diese Gruppen überhaupt?

          Wir haben die Aktivitäten von vielen unterschiedlichen Milizen in den Vereinigten Staaten beobachtet, mehr als 80 allein in diesem Sommer. Die alle unter einem Begriff zusammenzufassen, ist schwierig. Ein großer Teil von ihnen hat rechtsextreme Tendenzen, andere stellen sich, grob gesagt, auf die Seite der Ordnungshüter, während wieder andere davon eher Abstand nehmen und regierungskritisch sind. Was sie eint, ist die Tatsache, dass sie bewaffnet und organisiert sind und Unruhe stiften. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass es sich hier nicht um eine homogene Bewegung handelt. Diese Gruppierungen sind sehr unterschiedlich in ihrer Ausrichtung, sie arbeiten nicht zwangsläufig zusammen. Ein paar stehen sich sogar konkurrierend gegenüber.

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