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Impeachment in Amerika : Schon Bill Clinton musste eine Amtsanklage überstehen

Bis auf das Impeachment wenig gemein: Bill Clinton und Donald Trump im Dezember 2018 in der National Cathedral in Washington zur Trauerfeier für den früheren Präsidenten George H.W. Bush Bild: Picture-Alliance

Zwischen den beiden Amtsanklagen gegen Bill Clinton und Donald Trump gibt es ebenso viele Parallelen wie Gegensätze. Einige Senatoren lassen ihre Argumente von vor 21 Jahren heute jedoch nicht mehr gelten.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Fünfundfünfzig Mitglieder des Repräsentantenhauses werden an diesem Mittwoch zum zweiten Mal in ihrer Abgeordnetenzeit im Kapitol über eine Amtsanklage gegen einen amerikanischen Präsidenten abstimmen. Erst zum dritten Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten kommt es aller Voraussicht nach zu einem Impeachment. Das erste Mal traf es 1868 Andrew Johnson. Die Umstände waren besondere. Der Bürgerkrieg lag erst wenige Jahre zurück und der Demokrat war als vormaliger Vizepräsident nach dem Attentat auf den Republikaner Abraham Lincoln ohne Wahl ins Amt gekommen. Der Anlass war ein Streit zwischen Präsident und Kongress über die Entlassung des Kriegsministers. Letztlich wurde Johnson freigesprochen.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Das Amtsenthebungsverfahren gegen den Demokraten Bill Clinton liegt erst 21 Jahre zurück. Jene 55 Abgeordnete der ersten Kammer waren schon Ende 1998 dabei, als das Amtsenthebungsverfahren gegen den 42. Präsidenten eingeleitet wurde. Sie sind die einzigen in der Geschichte ihres Landes, die zweimal über „articles of impeachment“ abstimmen dürfen. Eine fragwürdige Ehre.

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