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Historisches Treffen : Trump und Kim einigen sich auf Vereinbarung

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und Amerikas Präsident Donald Trump reichen sich die Hand. Danach beginnt das Zweiergespräch hinter verschlossenen Türen. Bild: Reuters

Warme Worte, viel Lächeln, ein historischer Handschlag: Donald Trump trifft Kim Jong-un. Gibt es tatsächlich eine Einigung, wie Trump nach dem ersten Treffen mit Nordkoreas Machthaber andeutet?

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben sich auf ihrem Gipfel in Singapur auf eine Vereinbarung geeinigt. „Es ist besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können, Spitzenklasse“, sagte Trump nach Abschluss ihrer Gespräche am Dienstag. Es sei eine Unterzeichnung geplant. Details wurden zunächst nicht bekannt. So war vorerst unklar, ob tatsächlich ein konkreter Schritt in Richtung einer atomaren Abrüstung Nordkoreas gelungen ist. Mit ihrer persönlichen Begegnung im Luxushotel „Capella“ auf der Insel Sentosa wollen beide Politiker nach ihrem anfangs angespannten und teils offen feindlichen Verhältnis einen Neuanfang wagen. Es geht um den Abbau der Atomrüstung in Nordkorea, eine Friedenslösung für die koreanische Halbinsel sowie Wirtschaftshilfe für das weithin isolierte kommunistische Land.

          Nordkoreas Machthaber machte deutlich, ein neues Kapitel in den angespannten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten aufschlagen zu wollen. „Es war nicht einfach, hierher zu kommen“, sagte Kim, als sie sich zu einer persönlichen Unterredung nur mit Übersetzern in der Bücherei des Hotels niederließen. „Alte Praktiken und Vorurteile haben gegen uns gearbeitet. Aber wir haben sie alle überwunden. Und jetzt sind wir hier.“ Auch Trump äußerte sich positiv. „Wir werden ein großartiges Verhältnis haben, kein Zweifel.“ Auch zeigte der amerikanischen Präsident in der ihm eigenen Art mit dem Daumen nach oben. „Wir werden ungemein erfolgreich sein.“ Nordkoreas Machthaber reagierte nicht auf mehrere zugerufene Fragen, ob er tatsächlich atomar abrüsten wolle.  

          Trump und Kim hatten sich zum Auftakt vor jeweils sechs Flaggen der Vereinigten Staaten und Nordkoreas in dem Kolonialbau den Kameras gestellt. Bei dem 13 Sekunden dauernden, historischen Handschlag wirkten beide Politiker ernst und angespannt, doch fasste Trump seinem Gegenüber freundschaftlich kurz an die Schulter. Das Treffen hat für Nordkorea immensen symbolischen Wert. Es signalisierte, mit der Supermacht Amerika auf gleicher Augenhöhe zu stehen.

          „Wir werden mit Trump zusammenarbeiten“

          Nach der ersten Unterredung von mehr als 38 Minuten kamen beide in größerer Runde auch mit den Außenministern Mike Pompeo, Stabschef John Kelly und Sicherheitsberater John Bolton zusammen. „Es liegen Herausforderungen vor uns, doch wir werden mit Trump zusammenarbeiten“, sagte Kim vor dem Treffen. „Wir haben alle Arten der Skepsis und Spekulationen um diesen Gipfel überwunden, und ich glaube, das ist gut für den Frieden.“ Auf nordkoreanischer Seite nahmen der berüchtigte frühere Geheimdienstchef und einflussreiche Berater General Kim Yong-chol sowie Außenminister Ri Yong-ho an den Beratungen teil. Anschließend kamen beide Delegationen zu einem Arbeitsessen zusammen. Für den Nachmittag waren ursprünglich keine weiteren Gespräche mehr geplant.

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