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Schutz von 700.000 Personen : Gericht annulliert Trumps Vorgehen gegen junge Migranten

  • Aktualisiert am

Junge Demonstranten, die sich für das DACA-Programm starkmachen. Bild: AFP

In den Vereinigten Staaten schützt ein Programm Migranten, die als Kinder illegal mit ihren Eltern ins Land eingereist waren. Sie sollen nicht abgeschoben werden. Trumps Vorgehen dagegen ist nun gescheitert.

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          Die Regierung von Donald Trump ist abermals mit einem Angriff auf ein Programm aus der Obama-Ära zum Schutz von rund 700.000 jungen Migranten gescheitert. Ein Richter in New York erklärte am Samstag die Aussetzung des sogenannten DACA-Programms durch den amtierenden Heimatschutzminister Chad Wolf für ungültig. Wolf sei widerrechtlich in sein Amt befördert worden, lautete die Begründung. Das hatte zuvor schon der amerikanische Rechnungshof festgestellt.

          Das DACA-Programm (Deferred Action for Childhood Arrivals) schützt Migranten, die als Kinder illegal mit ihren Eltern in die Vereinigten Staaten eingereist waren, vor einer Abschiebung. Die Trump-Regierung hatte zunächst versucht, das Programm ganz abzuschaffen, wurde jedoch im Mai vom Obersten Gericht der Vereinigten Staaten gestoppt.

          Danach setzte Wolf im Juli unter anderem die Annahme neuer Anträge aus. Richter Nicholas Garaufis stellte nun genauso wie der Rechnungshof fest, dass bei Wolfs Ernennung zum amtierenden Heimatschutzminister die geltenden Statuten für die Behörde missachtet worden seien.

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