https://www.faz.net/-gpf-a3ail

Gedenken an 9/11 : „Amerika wird sich immer erheben und zurückkämpfen“

  • Aktualisiert am

Präsident Donald Trump und seine Frau Melania besuchen eine Gedenkveranstaltung an der Absturzstelle des entführten Flugs 93 Pennsylvania. Bild: Reuters

Neunzehn Jahre nach den Anschlägen des 11. September hält Amerika in Gedenken inne. Während Donald Trump in Pennsylvania spricht, besuchen Joe Biden und Mike Pence die Gedenkfeier in New York.

          2 Min.

          Die Vereinigten Staaten haben inmitten des angeheizten Präsidentschaftswahlkampfs und der Corona-Krise der Anschläge vom 11. September 2001 gedacht. Der amerikanische Präsident Donald Trump kündigte ein weiterhin hartes Vorgehen gegen internationalen Terrorismus an. „Amerika wird nie nachlassen, Terroristen zu verfolgen, die unser Volk bedrohen“, sagte Trump am Freitag.

          Der Präsident sprach an der Absturzstelle eines vor 19 Jahren entführten Flugzeuge nahe der Stadt Shanksville im Bundesstaat Pennsylvania. Flug 93 von United Airlines stürzte ab, nachdem Passagiere versucht hatten, die Entführer zu überwältigen. Das Flugzeug war nach Erkenntnissen von Ermittlern unterwegs nach Washington. Drei andere entführte Maschinen schlugen in den beiden Türmen des New Yorker World Trade Center und dem amerikanischen Verteidigungsministerium nahe Washington ein. Bei den Anschlägen starben rund 3000 Menschen, zu den langfristigen Folgen gehörten der Irak-Krieg und ein System weitreichender Online-Überwachung durch amerikanische Geheimdienste.

          Pence und Biden bei Gedenkfeier in New York

          Trump nannte als Beispiele für das Vorgehen gegen Terroristen den Tod des Anführers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr Al Bagdadi, sowie des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani. Dies zählt er auch oft unter seinen Errungenschaften in Wahlkampfreden auf. Die Erwähnung blieb am Freitag das einzige Echo des Wahlkampfs vor der Abstimmung am 3. November, beide Seiten verzichteten auf Attacken und TV-Werbung.

          F.A.Z.-Newsletter „Amerika wählt“

          Kann Trump sich gegen Biden behaupten? Eine persönliche Einschätzung und die wichtigsten Amerika-Analysen der F.A.Z. jeden Donnerstag in Ihrem E-Mail-Postfach.

          Bitte beachten Sie unsere Datenschutzhinweise.

          Trumps demokratischer Herausforderer Joe Biden und Vizepräsident Mike Pence begrüßten sich freundlich am Rande der Gedenkzeremonie in Manhattan am einstigen Standort des World Trade Center. Dort nahmen sie an einer Schweigeminute um 8.46 Uhr Ortszeit teil. Um diese Uhrzeit hatte die erste entführte Linienmaschine einen der Türme getroffen. Trump beging die Schweigeminute in seinem Präsidentenflugzeug, weil er zu diesem Zeitpunkt gerade in Pennsylvania gelandet war. Die Helden von Flug 93 zeigten, „dass Amerika sich immer erheben, aufrecht stehen und zurückkämpfen wird“, sagte er danach.

          Bei der Zeremonie in New York waren wegen der Coronavirus-Pandemie alle Teilnehmer aufgefordert worden, Masken zu tragen und Abstand zu halten. Zudem wurden die Namen der Opfer diesmal nicht von Familienangehörigen vorgelesen, sondern per Lautsprecher abgespielt. Eine Gedenkstiftung hielt deswegen eine weitere Trauerfeier in der Nähe ab. Dabei lasen Angehörige – unter Einhaltung von Masken- und Hygieneregeln – die Namen vor. Biden und Pence trugen in New York Masken, Trump verzichtete bei der Flug-93-Gedenkstätte darauf.

          Zum Andenken markieren in den Nächten um das Datum herum in New York zwei blaue Lichtstrahlen die Standorte der beiden Türme. Auch die Spitze des Empire State Building und weitere Gebäude in New York wurden blau beleuchtet. Am Samstag sollte das Museum zum Andenken an den 11. September nach sechsmonatiger coronabedingter Pause seine Türen wieder für Besucher öffnen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Auf Tour in Berlin: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet nach seinem Auftritt beim Tag der Deutschen Familienunternehmen

          Bundestagswahl 2021 : CDU will Betriebe steuerlich schonen

          Das Wahlprogramm der Union gewinnt erste Konturen mit einem Belastungsdeckel für Unternehmen. Offen ist, wie Mehrausgaben für Klima und Soziales zur Schuldenbremse passen.
          Eine Schulklasse im Ortsteil Britz in Berlin-Neukölln: Lehrer werden in der Hauptstadt seit 2004 nicht mehr verbeamtet.

          Keine Verbeamtung : Warum viele Lehrer Berlin verlassen

          Seit 2004 werden Lehrer in Berlin nicht mehr verbeamtet. Viele junge Lehrer suchen sich deshalb nach dem Studium einen anderen Arbeitsort. Jetzt schlagen die Schulleiter Alarm.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.