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Gartenbedarf statt Luxushotel : Trump-Tweet sorgt für viel Spott

  • Aktualisiert am

Trumps Anwalt Rudy Giuliani während einer Pressekonferenz vor einer Landschaftsgärtnerei Bild: AFP

Trumps Anwalt Rudy Giuliani hat Hunderttausende Wahlstimmen in Frage gestellt. Beweise lieferte er nicht. Kurios war der Ort der Pressekonferenz – dem wohl eine Verwechslung voranging.

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          Landschaftsgärtnerei statt Luxushotel: Amerikas amtierender Präsident Donald Trump hat mit der Verwechslung eines Veranstaltungsortes für eine Pressekonferenz für Spott und Gelächter gesorgt. Trump kündigte am Samstag (Ortszeit) auf Twitter eine große Pressekonferenz seines Anwalts Rudy Giuliani im „Four Seasons“ in Philadelphia (Pennsylvania) an, löschte den Tweet aber später und schrieb stattdessen: „Große Pressekonferenz heute in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei – 11.30 Uhr“, wie die „Washington Post“ berichtet.

          Eine Reaktion des Luxushotels „Four Seasons“ verstärkte die Peinlichkeit: „Um es klarzustellen, Präsident Trumps Pressekonferenz wird NICHT im Four Seasons Hotel in Philadelphia stattfinden. Sie wird in der Four Seasons Landschaftsgärtnerei abgehalten – keine Verbindung zum Hotel.“

          Warum die Pressekonferenz ausgerechnet auf einem Parkplatz vor einer Gärtnerei stattfand und warum Trump die Veranstaltungsorte verwechselte, ist nicht bekannt. Trumps früherer Kampagnenmanager Corey Lewandowski versuchte auf Twitter, für den Präsidenten eine Lanze zu brechen: „Alle großen Amerikaner in PA (Pennsylvania) nutzen Four Seasons Total Landscpaping. Sie lieben dieses Land, und sie sind amerikanische Patrioten. Danke!!“

          Die Pressekonferenz sei etwa eine Stunde vor der Bekanntgabe des Wahlsiegs von Joe Biden durch die großen Sender angekündigt worden, berichteten die amerikanische Medien. Trump spielte am Samstag Golf.

          Sein Anwalt Giuliani sagte während der Pressekonferenz, die Wahlen seien bei langem nicht vorbei und der Präsident gebe das Rennen noch nicht auf. Ohne Beweise vorzulegen behauptete Giuliani, dass Hunderttausende Wahlzettel fragwürdig seien. Fernsehsender entschieden nicht über den Ausgang von Wahlen, zitierte die Zeitung „USA Today“ den Anwalt.

          Die Nachrichtenagentur AP und die großen Fernsehsender hatten den demokratischen Herausforderer Joe Biden am Samstag zum Wahlsieger der Präsidentenwahl erklärt. Demnach konnte Biden mehr als die notwendigen 270 Wahlleute hinter sich vereinen.

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