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Vorwahl in South Carolina : Für Joe Biden geht es um alles

  • -Aktualisiert am

Will Trump schlagen: Biden beim „Ministers Breakfast“ in North Charleston am Mittwoch Bild: AFP

Der Präsidentschaftsbewerber der Demokraten hofft, das parteiinterne Rennen mit Hilfe der afroamerikanischen Wähler doch noch für sich zu entscheiden. Biden ist in dieser Gruppe populär – doch ihrer Stimmen sicher sein, kann er sich nicht.

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          Jamie Harrison erzählt gerne die Geschichte, wie er vor Jahren Wahlkampf auf dem Land machte. 2014 war das, er sei gerade Vorsitzender der Demokraten in South Carolina geworden. Er sei von Tür zu Tür gezogen, um für den Gouverneurskandidaten seiner Partei zu werben. Da habe in einem Ort dieses alte Haus gestanden, am Ende eines Wirtschaftsweges, erzählt der 44 Jahre alte Mann. Er habe geklopft. Ein älterer Herr, wie Harrison Afroamerikaner, habe aufgemacht, und gefragt: „Mein Sohn, was willst du von mir?“ Harrison lächelt, während er die Geschichte erzählt, und deutet dann ein Kopfschütteln an.

          Majid Sattar

          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Er habe dem Mann gesagt, dass er gerne ein Parteischild in seinem Vorgarten aufstellen wolle und ihn gebeten, bei den Wahlen für die Demokraten zu stimmen. Da habe der alte Mann entgegnet: „Sieh dir mal den Weg an, auf dem du hierhergekommen bist.“ Dieser Schotterweg sei seit vierzig Jahren ein Schotterweg – unter dem Präsidenten Ronald Reagan, George H.W. Bush, Sohn George W. Bush, unter Bill Clinton und auch unter Barack Obama. „Ein gottverdammter Schotterweg“. Solange nicht irgendein Demokrat oder Republikaner auf die Idee komme, die Straße zu teeren, wolle er nichts mit Politik zu tun haben, habe er noch gesagt und dann die Tür ins Schloss fallen lassen.

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