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Ausbreitung des Coronavirus : Neuer Höchststand bei Neuinfektionen in Amerika

  • Aktualisiert am

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden Bild: AFP

Erstmals haben sich in den Vereinigten Staaten binnen eines Tages fast 100.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Joe Biden glaubt, Donald Trump habe im Kampf gegen die Pandemie „aufgegeben“.

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          Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den Vereinigten Staaten mit fast 100.000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99.321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht.

          Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den Vereinigten Staaten mit ihren etwa 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie knapp 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229.700 Menschen starben bislang, mehr als in jedem anderen Land der Welt.

          Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den Vereinigten Staaten erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80.000 überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

          Joe Biden warnt vor einem „dunklen Winter“

          Die Corona-Krise ist in den Vereinigten Staaten ein zentrales Wahlkampfthema. Der Kandidat Joe Biden von den oppositionellen Demokraten hat Amtsinhaber Donald Trump wiederholt vorgeworfen, die Kontrolle über die Ausbreitung des Virus verloren zu haben. Trump beschwor hingegen bei seinen jüngsten Wahlkampfauftritten vor großem Publikum ein baldiges Ende der Pandemie.

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          Bei einem Wahlkampfauftritt in Minnesota sagte sein Herausforderer Biden, Trump habe im Kampf gegen das Virus „aufgegeben“. Der Amtsinhaber solle nicht das medizinische Personal angreifen, das die Opfer der Pandemie behandele. „Im Gegensatz zu Donald Trump werden wir vor diesem Virus nicht kapitulieren“, sagte der Demokrat. Er warnte angesichts steigender Neuinfektionen vor einem „dunklen Winter“.

          Biden führt in einer landesweiten Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Instituts Ipsos mit 52 Prozent, während Trump auf 42 Prozent kommt. In vielen wahlentscheidenden Bundesstaaten wie Florida und Texas zeichnet sich allerdings ein knapper Ausgang ab.

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