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Obszöne Nachrichten an Mädchen : Anthony Weiner muss ins Gefängnis

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Der ehemalige amerikanische Kongressabgeordnete Anthony Weiner am Montag vor dem Gericht in New York Bild: AFP

Der ehemalige amerikanische Kongressabgeordnete hat schon in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton für Schlagzeilen gesorgt. Jetzt muss Anthony Weiner in Haft, weil er anzügliche Nachrichten an eine Jugendliche verschickt hat.

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          Der ehemalige amerikanische Kongressabgeordnete Anthony Weiner, der in der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton eine zentrale Rolle inne hatte, muss wegen anzüglicher Nachrichten an eine Minderjährige ins Gefängnis. Ein Gericht in New York verurteilte den 53-Jährigen am Montag zu 21 Monaten Haft, weil er obszöne Mitteilungen an eine 15-Jährige verschickt hatte. Weiner hatte sich im Mai schuldig bekannt. Er hatte das Mädchen im vergangenen Jahr dazu gebracht, sich in Videochats auszuziehen.

          Weiners Ehefrau Huma Abedin war eine enge Beraterin der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Als Polizisten des FBI im vergangenen Jahr seinen Computer untersuchten, entdeckten sie E-Mails von Clinton, die Abedin auf das Gerät weitergeleitet hatte. FBI-Chef James Comey kündigte daraufhin neue Ermittlungen an. Das sorgte wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl für erheblichen Wirbel. Clinton machte Comeys Entscheidung mitverantwortlich für ihre Niederlage.

          Weiner hatte schon in der Vergangenheit mit anzüglichen Nachrichten für Aufsehen gesorgt. Der erste Skandal beendete seine Karriere als Abgeordneter im Repräsentantenhaus, der zweite seine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt in New York.

          Abedin hatte im August 2016 die Trennung von Weiner bekannt gegeben. Im Mai reichte die 41-Jährige die Scheidung ein.

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