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Öffnung für Drittstaaten : EU erwägt, Amerikas Bürgern Einreise weiter zu verweigern

  • Aktualisiert am

Grenzkontrollen am Flughafen Frankfurt Bild: EPA

Die Europäische Union berät über Grenzöffnungen für Drittstaaten ab dem 1. Juli. Der Maßstab ist das Infektionsgeschehen in den Ländern der Einreisenden. Für die Vereinigten Staaten sieht es schlecht aus.

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          Die Europäische Union erwägt einem Medienbericht zufolge, amerikanischen Bürgern nach einer schrittweisen Öffnung der EU-Außengrenzen ab dem 1. Juli wegen der Coronavirus-Krise weiterhin die Einreise zu verwehren. Die „New York Times“ berichtete am Dienstag, auf einer vorläufigen Liste mit Ländern, für die ab Anfang Juli weiter Einreiseverbote gelten sollten, stünden unter anderem die Vereinigten Staaten, Russland und Brasilien.

          Grund für die Überlegungen ist demnach die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus in Amerika. In den Vereinigten Staaten sind bereits mehr als 2,3 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 120.000 Tote registriert worden – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Während die Corona-Beschränkungen bereits wieder gelockert werden, steigt die Zahl der Infektionen in zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten derzeit stark an. Texas etwa meldet die zweite Woche in Folge einen Rekordanstieg an Neuinfizierungen.

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          Amerikas Präsident Donald Trump hatte Mitte März wegen der Coronavirus-Pandemie ein Einreiseverbot für Reisende aus Europa verhängt. Einige Tage später verhängte die Europäische Union ebenfalls weitreichende Einreisebeschränkungen an den EU-Außengrenzen. Derzeit prüft die EU, zu welchen Drittstaaten die Grenzen ab dem 1. Juli geöffnet werden können. Innerhalb Europas sind die meisten Grenzen seit dem 15. Juni wieder für Reisende offen.

          „Wir werden mehr testen, nicht weniger“

          Das Krisenmanagement von Präsident Trump im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie wird seit Monaten scharf kritisiert. Zuletzt sorgte Trump mit der Aussage für Verwirrung, er habe seine Mitarbeiter aufgefordert, beim Testen „langsamer“ zu machen. Tests seien ein „zweischneidiges Schwert“, weil mehr Tests zu mehr bestätigten Coronavirus-Infektionen führen würden, so Trump. Das Weiße Haus erklärte zwar umgehend, der Präsident habe einen Witz gemacht. Trump betonte am Dienstag aber, er mache keine Witze. Der amerikanische Virologe und Präsidentenberater Anthony Fauci sagte gleichwohl am selben Tag bei einer Kongressanhörung, niemandem aus der Corona-Taskforce sei aufgetragen worden, das Testen zu verlangsamen. „Wir werden mehr testen, nicht weniger.“

          Derweil sagte Trump beim Besuch eines neuen Mauerabschnitts an der Grenze zu Mexiko im Bundesstaat Arizona, die Absperrungen hätten eine „Coronavirus-Katastrophe an unserer Südgrenze“ verhindert. „Es hat Covid gestoppt, es hat alles gestoppt.“ Der höchst umstrittene Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko war eines der zentralen Wahlversprechen Trumps 2016. Der amerikanische Präsident hat den Kampf gegen die illegale Einwanderung und eine Einschränkung der legalen Zuwanderung zu zentralen Anliegen seiner Amtszeit gemacht.

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