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Amerikas Sanktionen gegen Iran : Mit Risiken und Nebenwirkungen

Nutznießer des iranischen Ölüberschusses: Syriens Präsident al Assad, hier beim Empfang des Obersten Führers Irans, Ajatollah Chamenei im Februar 2019 Bild: dpa

Seit ihrem Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran verschärft Amerika seine Sanktionen gegen das Regime in Teheran. Doch erfüllen die amerikanischen Strafmaßnahmen überhaupt ihren Zweck?

          5 Min.

          Maximaler Druck erzeugt maximalen Widerstand – in der amerikanischen Lesart ist es das, was derzeit im Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und ihren arabischen Verbündeten auf der einen und Iran auf der anderen Seite geschieht. Die Regierung in Washington bezichtigt das Teheraner Regime mehrerer Angriffe auf Tankschiffe. Nach dem jüngsten Vorfall im Golf von Oman sagte Verteidigungsminister Mike Pompeo: „Iran teilt aus, weil das Regime möchte, dass unsere erfolgreiche Kampagne des ,maximalen Drucks‘ aufgehoben wird.“

          Christoph Ehrhardt
          Korrespondent für die arabischen Länder mit Sitz in Beirut.
          Christian Meier
          Redakteur in der Politik.

          Allerdings ist umstritten, inwieweit die Politik des „maximalen Drucks“ tatsächlich die selbstgesteckten Ziele erreicht: Iran von der Fortführung seines Atomprogramms abzubringen, zur Einschränkung seines ballistischen Raketenprogramms zu veranlassen und zu einer Änderung seiner „destabilisierenden“ Regionalpolitik zu zwingen. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass einige der amerikanischen Schritte kontraproduktiv sein könnten – nicht nur mit Blick auf die Gefahren für die Schifffahrt im Golf. Auch Sanktionen haben Risiken und Nebenwirkungen.

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