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Drittes TV-Duell : Die vielen Gesichter des Donald T.

  • -Aktualisiert am

Trump auf allen Kanälen Bild: Reuters

Trumps letzter Debattenauftritt wirkt wie ein Schnelldurchlauf seiner bisherigen Präsidentschaftskampagne. Er inszeniert sich als Hardliner, Heilsbringer, Außenseiter und düsterer Prophet. In Erinnerung aber bleiben vor allem Provokationen und Tabubrüche.

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          „The Good, the Bad and the Ugly “ ist ein Western, der zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs im Südwesten der Vereinigten Staaten spielt. Ungefähr da also, wo später die Stadt Las Vegas in den Wüstensand gebaut wurde, der Schauplatz der dritten Fernsehdebatte des diesjährigen amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs. Mit Donald Trump hat der Streifen, obwohl eine der Hauptfiguren den Namen „Blondie“ trägt, natürlich nichts zu tun – und doch könnte der Titel des Films die Kampagne des republikanischen Kandidaten nicht besser zusammenfassen. Auch Trump, den Fans als guten Heilsbringer verehren und Gegner als das personifizierte Böse verachten, spielt bei seinen Wahlkampfauftritten gerne mit schmutzigen Tricks und anderen Hässlichkeiten.

          Zum Auftakt des letzten TV-Duells mit seiner Kontrahentin Hillary Clinton geht es allerdings erst einmal um Inhalte, genauer gesagt um zwei Themen, bei denen gerade konservative Amerikaner besonders genau hinhören: Waffengesetze und Abtreibung. Trump spricht mit ruhiger Stimme, aber harten Worten. Er sei dagegen, dass „ein Baby am letzten Tag vor der Geburt aus der Gebärmutter gerissen“ werde, poltert er. „So etwas passiert doch gar nicht“, hält Clinton dagegen.

          Er sei stolz darauf, dass die Waffenlobby hinter ihm stehe, während Clinton das verfassungsgegebene Recht auf Selbstverteidigung einschränken werde, so Trump. Das sei doch nicht wahr, sagt Clinton. Sie wolle einfach nur effektivere Waffengesetze schaffen, um zum Beispiel zu verhindern, dass Pistolen in die Hände von Kleinkindern geraten.

          TV-Debatte : Der Fehler von Donald Trump

          Trump: „Wir haben ein paar böse Hombres hier“

          Es ist ein Muster, dass sich an diesem Abend noch öfter wiederholt. Clinton versucht abwägende Positionen zu erläutern, Trump antwortet mit knappen und plakativen Ansagen. Ja, er werde die Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen und sich für schnelle Abschiebungen einsetzen, denn „wir haben ein paar böse Hombres hier, und die müssen raus“. Als Clinton versucht, ihre eigenen Pläne zum Thema Immigration und Freihandel darzulegen, schweift sie ab und landet bei Russland beziehungsweise Trumps Verhältnis zu Wladimir Putin. „Das war jetzt aber ein ganz schöner Schwenk“, merkt Trump an und hat die Lacher auf seiner Seite. Darauf folgt dann auch das erste echte Wortgefecht des Abends: Clinton sei ein „Feigling“, sagt Trump, die ihn daraufhin als „Marionette“ bezeichnet. „Nein, du bist die Marionette“, blafft Trump zurück.

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          Der Abend in Las Vegas gleicht einem Schnelldurchlauf Trumps bisheriger Präsidentschaftskampagne. Der Milliardär, der dieses Mal konzentrierter und schlagfertiger wirkt als sonst, inszeniert sich als harter Typ, der für Amerika bessere Deals aushandeln werde, vor allem aber als Außenseiter, der im verfilzten Washington mal so richtig aufräumen werde. Dass er keine Vergangenheit in politischen Ämtern habe, sei seine große Stärke. „Ja, die Erfahrung hast Du mir voraus“, sagt Trump in Richtung Clinton, „aber es ist schlechte Erfahrung“.

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