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Trump und die Führerkultur : Freunde und Hochstapler

Kim Jong-un und Donald Trump in Hanoi – eine vielleicht doch nicht so ungleiche Freundschaft? Bild: Evan Vucci/AP/dpa

Den nordkoreanischen Diktatoren nennt Trump seinen „Freund“ und einen „großartigen Führer“, doch seine demokratische Gegnerin beschimpfte er im Wahlkampf auf das Übelste. Das verrät viel über den amerikanischen Präsidenten. Ein Kommentar.

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          Wer Frieden schließen oder auch „nur“ eine weitreichende Regelung wie den Abbau der Nuklearwaffen Nordkoreas erreichen will, muss vermutlich über seinen Schatten springen; muss Vertrauen aufbauen, damit eine belastbare Beziehung entsteht. Sonst brauchte man erst gar nicht in Verhandlungen einzuwilligen.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

          Aber muss ein amerikanischer Präsident deshalb den nordkoreanischen Diktator gleich einen „Freund“ und „großartigen Führer“ nennen? Kim Jong-un ist der Herrscher eines totalitären Regimes; in seinem Land herrschen Hunger, Schikane und gnadenlose Unterdrückung. Es gibt Lager, in denen die Insassen wie Sklaven gehalten werden – und so weiter. Menschenrechte? Kim weiß vermutlich nicht einmal, wie man das Wort schreibt.

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