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„Feuer und Zorn“-Rede : Trumps Drohung an Nordkorea war improvisiert

  • Aktualisiert am

Weltpolitik aus dem Urlaubsdomizil in New Jersey: Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AFP

Im Konflikt mit Nordkorea hält Donald Trump eine martialische Rede. Nun stellt sich heraus: Der Inhalt seines Statements war völlig improvisiert – und die Berater des Präsidenten davon gar nicht begeistert.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine „Feuer- und Zornrede“ offenbar vollständig improvisiert. Wie die „New York Times“ unter Berufung auf Personen aus seinem Beraterkreis berichtet, hatte Trump eine eigene Wortwahl gegenüber Nordkorea gewählt. Die Rede hielt er demnach in seinem Golfressort auf Grundlage eines Notizzettels.

          Statt einer mit seinen Beratern abgestimmten Rede drohte er in der schon aufgeheizten Stimmung dem Regime in Nordkorea offen: Nordkorea sollte besser keine weiteren Drohungen gegen die Vereinigten Staaten machen. Ihnen wird mit Feuer und Wut begegnet werden, wie es die Welt niemals zuvor gesehen hat. Dafür hatte der Präsident viel Kritik von den Demokraten und aus seiner eigenen Partei geerntet.

          Trump, der derzeit in seinem Urlaubsdomizil im Bundesstaat New Jersey verweilt, reagierte damit auf die Androhung aus Pjöngjang, den amerikanischen Flotten- und Luftwaffenstützpunkt auf Guam zu zerstören. Die Berater des Präsidenten sind uneins über das richtige Vorgehen gegenüber Nordkorea: Der amerikanische Außenminister Rex Tillerson bemüht sich um eine Deeskalation. Er glaube nicht, dass von Nordkorea eine unmittelbare Bedrohung ausgehe, sagte er auf dem Flug nach Guam.

          Trumps Warnung an Nordkorea : „Feuer und Zorn“

          General McMaster sieht in Nordkorea eine herausragende Bedrohung für Amerika, der man mit harter Hand entgegnen müsse. Der Chefstratege im Weißen Haus, Stephen Bannon, sowie andere aus dem eher ideologischen Lager argumentieren, dass der Konflikt mit Nordkorea nur ein Teilkonflikt ist zum vorherrschenden Streit zwischen Washington und Peking gehöre.

          Verteidigungsminister: Pjöngjang soll Atomwaffen aufgeben

          Verteidigungsminister James Mattis hat die Führung Nordkoreas mit deutlichen Worten zur Aufgabe ihres Atomwaffenprogramms aufgefordert. „Die Demokratische Volksrepublik Korea muss aufhören, sich selbst zu isolieren, und ihren Drang hin zu Atomwaffen aufgeben“, heißt es in einem Statement von Mattis am Mittwoch.

          „Die Demokratische Volksrepublik sollte jeden Gedanken an Handlungen aufgeben, die zum Ende ihres Regimes und zur Zerstörung ihres Volkes führen würden“, heißt es in der Stellungnahme weiter. Dies kann als Androhung eines amerikanischen Gegenschlags verstanden werden, sollte Nordkorea zu militärischen Mitteln gegen die Vereinigten Staaten greifen. Das hatte Pjöngjang zuletzt angedroht.

          Das Außenministerium in Washington versuche alles, um die von Nordkorea ausgehende Bedrohung mit diplomatischen Mitteln zu lösen. Es müsse aber auch deutlich gemacht werden, dass die amerikanischen Streitkräfte über die präzisesten, erprobtesten und und robustesten defensiven und offensiven Fähigkeiten der Welt verfügten. Einen Rüstungswettlauf könne Nordkorea nur verlieren.

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