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Nach Telefonat der Staatschefs : Trump und Putin planen Gipfeltreffen

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Wladimir Putin und Donald Trump bei ihrem bislang einzigen Treffen während des Hamburger G-20-Gipfels 2017 Bild: AP

Erst hat sich der Kreml über ausbleibende Wahl-Glückwünsche aus Washington beschwert. Dann rief Donald Trump den russischen Präsidenten doch noch an – und war sich mit Putin offenbar bei vielen Themen einig.

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          Der amerikanische Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin planen ein Gipfeltreffen. In einem Telefongespräch, bei dem Trump Putin zu dessen Wahlsieg gratulierte, haben sie nach Angaben des Präsidialamts in Moskau auch über die Vorbereitung eines solchen Treffens gesprochen. Er habe mit Putin „ein sehr gutes Telefongespräch“ gehabt, sagte Trump am Dienstag im Weißen Haus am Rande eines Treffens mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. „Wir werden uns möglicherweise in nicht allzu ferner Zeit treffen, um über das Wettrüsten zu sprechen, das gerade außer Kontrolle gerät“, sagte der amerikanische Präsident.

          Zuvor hatte das Präsidialamts in Moskau das Gespräch der beiden Staatschefs bereits bestätigt. „Besondere Aufmerksamkeit wurde der Frage gewidmet, möglicherweise ein Gipfeltreffen abzuhalten“, hieß es in der Mitteilung in Moskau. Die beiden Staatschefs seien sich einig gewesen, dass beide Staaten kooperieren müssten, um ein drohendes Wettrüsten zu begrenzen, die strategische Stabilität zu bewahren und den Terrorismus zu bekämpfen. Daneben hätten sie über die Lage in Syrien, in der Ukraine und in Nordkorea gesprochen sowie über die Notwendigkeit einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

          Trump und Putin haben sich erst einmal getroffen, am Rande des G-20-Gipfels in Hamburg im vergangenen Jahr. Ein bilaterales Gipfeltreffen gab es entgegen der Erwartungen nicht. Der Kreml nannte das Telefonat vom Dienstag konstruktiv und geschäftsmäßig. Es habe darauf abgezielt, die aufgehäuften Probleme in den russisch-amerikanischen Beziehungen zu überwinden.

          Das bilaterale Verhältnis ist derzeit so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Wenige Stunden vor dem Gespräch hatte sich Kremlsprecher Dimitri Peskow noch darüber beklagt, dass Trump, anders als andere Staatschefs, Putin noch nicht zu dessen Wahlsieg gratuliert habe.

          Wladimir Putin erzielte bei der Wahl am vergangenen Sonntag laut der russischen Wahlkommission mit 76,66 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis seiner politischen Karriere. Putins sieben Mitbewerber blieben chancenlos. Zweiter wurde der Kommunist und Millionär Pawel Grudinin mit 11,8 Prozent der Stimmen.

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