https://www.faz.net/-gpf-8i7bi

„Lügenpresse“ auf amerikanisch : Trump entzieht „Washington Post“ Akkreditierung

  • Aktualisiert am

Journalisten der „Washington Post“ will Donald Trump bei seinen Wahlkampfveranstaltungen wie hier am Montag in Manchester (New Hampshire) nicht mehr sehen. Bild: AP

„Unredlich“ und „falsch“ nennt Donald Trump die Berichterstattung einer der renommiertesten Zeitung seines Landes über sich – und erteilt ihr Hausverbot bei seiner Kampagne. Die „Post“ reagiert.

          1 Min.

          Der designierte republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat der Zeitung „Washington Post“ die Akkreditierung für seine Wahlkampagne entzogen. Der Bauunternehmer nannte das renommierte Blatt auf seinem Facebook-Auftritt „unredlich“ und „falsch“. Die Berichterstattung der Zeitung kritisierte er als „unglaublich fehlerhaft“.

          „Post“-Chefredakteur Martin Baron sprach von einer „Zurückweisung der Rolle einer freien und unabhängigen Presse“. Das Blatt werde weiterhin ehrlich, akkurat und unbeirrbar über Trumps Kampagne berichten. „Wir sind stolz auf unsere Berichterstattung und bleiben dabei.“

          Die „Washington Post“ zählt zu den renommiertesten Zeitungen des Landes, ihre Journalisten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem für die Aufdeckung der Watergate-Affäre, an deren Ende 1974 der damalige amerikanische Präsident Richard Nixon zurücktrat. 2013 kaufte Amazon-Gründer Jeff Bezos die Zeitung.

          Trump hat wiederholt Medien wegen kritischer Äußerungen gescholten und einzelnen Reportern die Teilnahme an seinen Veranstaltungen untersagt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Pläne der Bahn : Zugfahren nur noch mit FFP2-Maske?

          Die Deutsche Bahn denkt über eine FFP2-Maskenpflicht in sämtlichen Regional- und Fernzügen nach. Das würde einen Bedarf von Millionen Masken täglich bedeuten. Und es gibt noch weitere Probleme.
          Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank

          F.A.Z. Exklusiv : Die Deutsche Bank ruft nach mehr Staat

          Das Frankfurter Geldhaus sieht die gemeinsamen Corona-Hilfskredite von KfW und Geschäftsbanken als Erfolgsmodell. So sollte nun auch die Transformation der Wirtschaft in Bereichen wie Verkehr und Künstlicher Intelligenz finanziert werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.