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Donald Trump : Schmerzfreier Macher

  • -Aktualisiert am

Weder die Enthüllungen des selbst wegen Falschaussage verurteilten Anwalts Cohen noch das „Scheitern“ des Gipfels mit Kim dürften Trump viele Anhänger kosten.

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          Für diese Rechnung brauchte Kim Jong-un keine Cohen-Anhörung: Die Lebensversicherung, die Nordkoreas Atomwaffen ihm bieten, hat eine viel längere Laufzeit als jede noch so ehrerbietig angebotene Schutzgarantie von Donald Trump.

          Der amerikanische Präsident monierte zu Recht, dass die demokratischen Abgeordneten seinem einstigen Anwalt Michael Cohen ausgerechnet während des Gipfeltreffens in Hanoi Gelegenheit boten, den Präsidenten stundenlang als Lügner, Trickser, Rassisten und nicht zuletzt Straftäter zu beschreiben. Weder die Enthüllungen des selbst wegen Falschaussage verurteilten Anwalts noch das „Scheitern“ des Gipfels mit Kim dürften Trump aber viele Anhänger kosten.

          Denn beides passt ins Bild, das er seit Jahrzehnten von sich malt: das eines schmerzfreien Machers, der tut, was getan werden muss. Das Spektrum reicht von Schweigegeld an heimliche Geliebte und Drohungen an ehemalige Lehrer bis zu Süßholzgeraspel für brutale Diktatoren und den abrupten Abbruch von Atomverhandlungen. Dass ihr Land solche skrupellose Führung braucht, glauben bis heute viele Amerikaner.

          Andreas Ross

          Verantwortlicher Redakteur für politische Nachrichten und Politik Online.

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